Sonntag, 16. April 2023

Oman, Katar und Saudi-Arabien ab 27.3.2023

Eigentlich wollten Harish und Anes früh erscheinen, leider zog sich das dann bis nach dem Mittagessen hin und so haben wir dann gewartet. Als sie ankamen sind wir sofort losgefahren denn der Wetterbericht sagte Regen an in den Bergen. Wir sind nochmals in die verschiedenen Wadis gefahren und sogar dahin, wo Harish vorher noch nicht war und was wir folglich neu entdeckt hatten. 

 




















Am Spätnachmittag dann erklärte er uns es sei besser, aus dem Wadi rauszufahren, denn wenn der Regen tatsächlich kommt ist da, wo wir stehen, alles überschwemmt. Also alles eingepackt und hoch zur Schule gefahren die angeblich geschlossen ist wegen Ferien. Ist sie aber nicht, das erfuhren wir dann zu unserem Glück eine Stunde später und so haben wir nochmals die Fahrzeuge umgeparkt auf einen großen Parkplatz ca. 10 km entfernt. Da können wir jetzt die Nacht verbringen, auch wenn die Autos offensichtlich hier ziemlich laut sind.

Ich habe trotz der Nähe zur Straße gut geschlafen und wir sind gegen 10 Uhr zu unserem nächsten Wadi gefahren, nachdem wir im Lulu Supermarkt eingekauft hatten. Der Parkplatz auf dem wir stehen ist weit oberhalb des Wadi, so dass wir keine Angst haben müssen wegen der Wassermassen, die evtl. noch herunterkommen von den Bergen. Bis jetzt ist noch nichts passiert diesbezüglich. 

 Am Nachmittag sind MAgy und ich dann heruntergelaufen ins Wadi und auf der anderen Seite wieder hoch weil wir weit hinten eine alte Burg sahen die natürlich unbedingt von uns erforscht werden musste. Magy ist für solche Vorhaben gut geeignet, besitzt sie doch die gleiche Neugier wie ich. 










 

 










 

 

 

 

 














 

Die Tage im Oman sind gezählt, ein letztes Mal durch ein Wadi im Oman schlendern war heute angesagt, und es hat sich gelohnt. Die Pools hier sind wunderschön und die Wege so, wie ich sie mir wünsche. Nicht einfach, man muss sich immer wieder den nächsten Schritt überlegen, aber genau das macht mir Spass.










 

 

 

 













 

Am Nachmittag bekamen wir nochmals von Harish und Anes Besuch, sie brachten Carlos ein neues Objektiv und drehten mit ihm und seinem Fahrzeug ein Video. Anschließend wurde noch gequatscht und sich bedankt für die schönen Tage die ich mit ihnen verbringen durfte.

 Heute sollte gefahren werden, ca. 200 km, zwischendurch war noch Tanken und Einkaufen angesagt, denn ich werde die nächsten Tage in der Wüste verbringen und wohl kaum einen Laden finden. Zunächst geht es nach Saudi-Arabien, dort einen kleinen Abstecher rechts hoch zu einer Landzunge und dann ist der Plan Katar. Bis dahin sind aber noch mehr als 1.000 km zu fahren, vornehmlich durch die Wüste, aber ganz ehrlich, ich freue mich drauf. Die Landschaft durfte ich ja bereits vor meiner Einreise in den Oman bewundern und jetzt geht es die gleiche Strecke zurück. Ich hoffe, ich vergesse die Gopro nicht anzuschrauben. Magi und Carlos sind noch bei mir, und daher verzögert sich die Einreise nach Saudi um einen Tag, die beiden können nicht vor dem 1.4. einreisen aufgrund der Visabestimmungen. Daher gab es dann auch heute Abend noch ein letztes Feuer im Oman.

 










Heute waren nur 90 km zu fahren, denn wir wollen erst morgen über die Grenze. Carlos kommt sonst mit einen Tagen in Saudi nicht klar, so jedenfalls seine Aussage. Ok, warum nicht. Hatten wir eben eine kurze Strecke und waren zügig am Ziel. Das lag dann 5 km vor der Grenze und wir standen ein Stück von der Hauptstraße ab. Die Nebenstraße in der Nähe wurde vom Militär befahren und es dauerte natürlich nicht lange, bis das erste Fahrzeug kam und uns fragte, was wir hier machen. Klar, wir konnten ihnen eine Antwort geben mit der sie umgehen konnten. Allerdings muss man, wenn man als Armeeangehöriger mit dem Fahrzeug unterwegs ist und nicht gerade den General fährt erst einmal zurückfahren und diesen fragen ob es in Ordnung ist, wenn diese beiden Trucks dort stehenbleiben für die Nacht. War es offensichtlich, denn danach wurden wir nur noch angehupt. Am Abend bekamen wir dann noch von 5 Omani Besuch und kleine Mitbringsel in Form von Keksen und Melone. Nehmen wir doch gerne an. Nicht, dass das sonst schlecht wird. Wäre ja Schade drum.

 


Wir verbrachten eine ruhige Nacht und konnten gegen 9 Uhr losfahren zur Grenze, war ja nicht weit. Da ging es zunächst mal nicht so zügig, denn hier waren gerade 2 Busse mindestens ausgeladen worden mit Touristen, die ebenfalls nach Saudi Arabien reinfahren wollen. Ich denke, das ist dem Ramadan geschuldet, denn unterwegs kamen uns reichlich mit Touristen besetzte Busse entgegen. So dauerte es dann etwas bis wir die ersten Stempel von der omanischen Polizei bekamen. Am Ende ging alles aber schnell und gegen 11.45 stand ich bereits an der Tankstelle und ließ meinen Dieseltank füllen. Für 21 Cent macht tanken dann Spass. Anschließend waren noch 260 km zu fahren bis zur Stelle, wo die Rallye Dakkar ihre Zelte aufgeschlagen hatte. Denn hier gibt es Wasser für meinen Tank und ich habe noch kurz zwei Maschinen Wäsche gewaschen. Die kurzen Hosen können jetzt im Schrank bleiben, denn hier ist lang angesagt und schulterbedeckende T-shirts. Dann fing der Sandsturm an und es machte keinen Spass mehr draußen zu sitzen. Außerdem bin ich müde. Heute Nacht kann ich ein Stunde länger schlafen, denn die Uhren mussten eine Stunde zurückgedreht werden. Hier ticken die Uhren eben anders als im Oman. Leider, denn die Sonne geht jetzt schon gegen halb sechs unter.

Früh aufstehen, denn heute wollten wir eine lange Strecke zurücklegen, die am Ende sogar länger wurde als geplant. 290 km sollten es sein, 340 wurden es am Ende. Der Sturm war bereits nachts losgegangen mit Gewitter und Regen. Am Morgen nur noch Wind, aber der hatte es in sich. Nachdem ich alles hergerichtet hatte war Wassertanken angesagt. Natürlich war ich anschließend nass. Ich hatte mir Anschlüsse für den dicken Schlauch der an der Zapfstelle zur Verfügung steht gekauft, allerdings diese nicht fest genug aufgeschraubt so dass ich zum zweiten Mal an diesem Morgen geduscht war. Irgendwann war mein Tank gefüllt und wir konnten losfahren. Der stürmische Wind und der fliegende Sand machten das Fahren nicht gerade einfach. Am ersten eigentlichen Halt war es so windig, dass wir und entschlossen weiter zu fahren bis an den Strand an dem sich eine riesige Picknickarea entlangzog. Ich muss zwar morgen ein Stück der Strecke zurückfahren, aber hier läßt es sich einigermaßen aushalten und wir konnten noch einen Strandspaziergang machen am Park entlang. Als ich das Parkende erreicht hatte stand dort ein großer Aussichtsturm, von dem aus der Strand beaufsichtigt werden kann. Das stellte sich heraus, als ich über den Park hinaus am Strand entlanglief, und nach ungefähr 200 m ein Fahrzeug, das vorher am Turm stand, zu mir kam und mir sagte, ich solle zurück zum Park gehen da es am weiteren Strand nicht erlaubt sei zu laufen. Warum auch immer das so ist verstand ich nicht, aber besser, man folgt dem Gesagten als Ärger sich einzuhandeln.









 

Am Abend war ich von Magy und Carlos zum Essen eingeladen worden. Ich gehe davon aus, dass wir uns jetzt tatsächlich nicht mehr sehen weil ich nach Katar will und die Beiden nach Riad und dann nach Spanien fliegen wollen. War eine schöne Zeit mit ihnen, ab morgen bin ich dann wieder alleine, auch mal wieder schön.

Heute hat mal nichts geklappt wie es sollte und ich stehe jetzt da, wo ich nicht hinwollte. Der Reihe nach bitte. Gegen halb neun losgefahren weil ich ja ca. 110 km bis ans Ende der Halbinsel vor der Grenze Katar fahren wollte. Schnell erreichte ich die Küstenwache, die die Straße gesperrt hatte. Eine kurze Diskussion und ich entschied mich die Parallelstraße zu nehmen. Führt auch zum Ziel, dachte ich jedenfalls. Leider war mein Denken wieder falsch, denn auch hier war die Straße gesperrt. Was ich dabei nicht verstehe ist, dass man auf google maps Rezensionen dazu findet die 19 Tage alt sind mit Bildern. Muss doch einer da gewesen sein. Ich war es jedenfalls nicht. 






 

Die nächste Entscheidung die ich treffen musste war, wohin als Nächstes. Da die Grenze Katar nicht weit war fuhr ich los genau dorthin, wo man mich im Oktober zurückgewiesen hatte. Die Grenze Saudi-Arabiens war schnell gemeistert, auch wenn ich den Polizeibeamten an den PKW-Linien erklären musste, dass ich ja mit meinem Caravan kein Cargo-Truck bin. Haben die dann auch verstanden, aber vorher wollten sie natürlich den Truck von innen sehen. Wäre ja möglich, dass ich denen einen vom Pferd erzähle. Na jedenfalls ließ man mich an der Katar-Grenze gleich zu Anfang stehen, kurz vor der Einfahrt für die LKW. Ich möge doch mal warten, man müsse mal eben telefonieren, so ca. 10 min., dann könne ich sicherlich einreisen. Aus den arabischen 10 min. wurden dann deutsche 3,5 Stunden und ich durfte wieder umkehren. Allerdings gab man mir die Möglichkeit, mir einen Personenwagen zu mieten, in Katar einzureisen, nach Doha zu fahren zur Einwanderungsbehörde, mir dort eine Genehmigung zu holen, den Mietwagen zurück zu bringen nach Saudi-Arabien und dann dürfte ich sicherlich mit meinem Truck in Katar einreisen. Ich machte den netten Polizisten unmißverständlich klar, dass ich entweder mit dem Truck heute einreise oder gar nicht. Sie entschuldigten sich und ich erklärte ihnen, dass ich sehr wohl mir darüber im Klaren sei, dass die Entscheidung nicht von ihnen persönlich kommt, sondern vom Chef von ganz oben und sie ja nur die Übermittler seien, bedankte mich dafür und drehte um. So schnell kanns gehen an der Landesgrenze eines kleinen Landes, dass mal ganz groß rauskommen wollte. Für mich heißt das, Katar, nie wieder, ob mit oder ohne Truck.

An der Saudi-Arabischen Grenze wunderte man sich natürlich, dass ich so schnell wieder umkehrte. Ich erklärte ihnen kurzerhand, dass das Land Katar offensichtlich zu klein ist für meinen großen Truck. Sie bekamen sich vor Lachen kaum ein. Und so befand ich mich schnell wieder in Saudi-Arabien und fuhr direkt an den Strand in Salwa, der mir ja vom Oktober noch bekannt war. 

 




 

 

 

Jetzt verbringe ich eben die nächsten 2,5 Monate in Saudi-Arabien und bin inzwischen nicht mehr wirklich sauer, denn wer mich nicht haben will der hat mich auch nicht verdient.

 Ich wollte eigentlich in Ruhe an diesem wunderschönen Strand ausschlafen. Weit gefehlt. Gegen fünf Uhr machte ich die Augen auf und musste leider aufstehen, denn die Sonne bemühte sich hinter dem Horizont hervorzukommen, und dass musste ich mit dem Handy festhalten. Ab halb sechs dann umkreisten mich Bagger und Raupen weil die Herrschaften offensichtlich Kabel verlegen wollten, und wenn ich nicht augenblicklich weggefahren wäre hätten sie das wahrscheinlich direkt unter den KAT verlegt, denn ich stand genau auf deren Linie. Gut, wenn man abends schon weiß, wo man morgens hinfahren will. Kurz nach dem Essen und Zähne putzen bin ich direkt losgefahren an den wunderschönen gelben See in der Nähe von Hofuf. Hier stehe ich alleine mit den Tieren des Sees und habe meine Ruhe. Ok, die Fliegen ärgern mich schon mal. Das nervt natürlich. Und trotzdem wundere ich mich immer wieder über die Landschaften, denn Saudi-Arabien ist ja ein Wüstenstaat, da erwartet man solche riesigen Oasen nicht. Wobei, was mich wundert ist, dass es hier keinen Baum in der Nähe gibt. Dafür gibt es reichlich Salz in der Erde. Und wenn man nicht genau hinsieht wo man hinfährt außerhalb der Wege steckt man fest im Salzmatsch. Daher habe ich einen Ort unter den Strommasten gewählt, hier hat man jeweils große Flächen aufgeschüttet und verpresst, so dass ich keine Sorge haben muss, dass ich morgen im Matsch feststecke. 









 

 

 

 

 













 

 

Die Fahrt nach Hofuf rein dauerte eigentlich nicht lange und es sollten auch nur ca. 50 km sein. Leider war der Stellplatz so nicht zu erreichen und einen weiteren Umweg von 20 km wollte ich nicht fahren, denn hier gibt es genügend andere Stellplätze, die schnell zu erreichen sind und die Plätze, die ich besuchen will, sind fußläufig zu erreichen. Außerdem stehe ich etwas im Hintergrund, so dass man mich von der Straße aus nicht unbedingt sieht. Und leise ist es auch noch. Was will man mehr. Heute wollte ich 1. Zwei kleinere Hügel mit Höhlen besichtigen, 2. Zum Geldautomaten, 3. meine Sim-Karte neu aufladen, 4. Den Park besuchen. Es stellte sich heraus, dass nicht alles so einfach ist. Die beiden Berge besichtigen kein Problem, liegen sie doch dich beieinander und der Weg dorthin ist nicht weit. 

 











 

 

 

 









 

 

 

 

 












Der Geldautomat ist bei der Tankstelle, und die ist 300 m entfernt, auch kein Problem. Und so ein Geldautomat hat ja 24 Stunden geöffnet. Problematischer war der Telefonladen. Stand doch im Internet: geöffnet von 10 bis 23 Uhr kam ich an die Tür die mir dann sagte, dass der Laden erst um 9 Uhr abends öffnet. Klar, ist ja Ramadan, da sind alle Muslime tagsüber im Haus und ruhen sich aus, denn es wird ja nur nachts gegessen und das reichlich. Im Oman z.B. arbeitet man während des Ramadan nur 4 Stunden, hier offensichtlich auch nicht viel länger, denn die Bauarbeiten am nahe gelegenen Grundstück waren mittags beendet. Na jedenfalls musste ich dann am Abend nochmals raus und habe mir vor Besuch des Telefonladens noch kurz den Park angesehen, der ca. 300 m entfernt liegt und ab 20 Uhr geöffnet hat. Die Öffnungszeiten kennt offensichtlich kein anderer, denn ich befand mich einsam und allein im Park.

 












 

 

 

 

Am Schluss hab ich noch einige Gigabyte kaufen können und konnte dann die Nacht einläuten.

 Da ich nicht unbedingt zum Souk muss habe ich beschlossen, heute Vormittag den großen Berg mir anzusehen und dann Richtung Riad weiter zu fahren. Denn es sind insgesamt 350 km, die ich nicht unbedingt an einem Stück fahren will. Die Strecke zum Berg und um ihn herum zog sich ganz schön in die Länge und am Schluss war ich bestimmt 10 km gelaufen. Schnell zum KAT, denn ich hatte Hunger und Durst. Heute zeigte das Thermometer schon 35 Grad an gegen Mittag, da weiß ich nicht, wie die Muslime das aushalten jetzt. Wobei, es könnte für die noch schlimmer kommen, denn Ramadan verschiebt sich jährlich um 11 Tage, und wenn das dann im Sommer ist bei 50 Grad im Schatten fällt wahrscheinlich die Arbeit ganz aus. 













 

 

 

 

 

















 

Am Nachmittag meldete sich Magy kurz vor meiner Abfahrt, die hatte ich informiert dass ich nach Riad komme, und schrieb, dass es im Riad zu heiß ist und sie zum Edge of the World fahren wollen. Also treffe ich mich morgen mir denen dort, das liegt zwar hinter Riad, aber auch nicht nach dem Besuch von Riad auf meinem Weg, ich hätte sowieso einen Umweg dorthin machen müssen. Also mach ich das ab morgen.

 Mein Geburtstag, 64 Jahre werde ich. Aber zunächst, bevor die Gratulanten kommen, muss ich 180 km fahren ins Edge oft the world. Dort hatten Magy, Carlos und ich (ja, die beiden sind wieder dabei) uns verabredet. Ich war schneller, denn ich konnte im Supermarkt an der Tankstelle noch die notwendigen Lebensmittel einkaufen während Magy und Carlos bis 13 Uhr warten mussten, denn die Lebensmittelläden haben heute Vormittag geschlossen. Ich war mittags am verabredeten Punkt und wartete, dann kam ein LKW aus der Schweiz mit zwei Reisenden die mich bereits vom Youtube-Kanal kannten und sich freuten, das Fahrzeug in Echt zu sehen, und natürlich auch, mich zu sehen. Nachdem Magy und Carlos ankamen teilte ich den beiden Neuankömmlingen mit, dass ich Geburtstag habe und so feierten wir mit Kuchen, Kaffee, Saft und am Abend mit einem Lagerfeuer. Das obligatorische Bier und der Sekt fallen hier in Saudi-Arabien natürlich aus. Klar, ist es doch ein alkfreies Land.

 Heute haben zwei weitere Reisende Geburtstag, Heike und Raimondo. Beide nicht bei mir, daher kann ich nicht mit ihnen feiern. Wir haben an diesem Punkt noch einen Tag verbracht, sind gewandert und haben viele Fotos von der wunderschönen Landschaft geschossen. 

 














 

 

 








 

Der Abend war wieder dem Lagerfeuer gewidmet, klar, Magy ist ja bei uns.

 Weiter ging es zur Höhle, die mehr als 100 m lang sein soll und mit einer Leiter zu erreichen ist. Am Punkt angekommen, d.h. ca. 50 m von der Höhle entfernt fanden wir einen schönen Stellplatz und planten, hier zu übernachten. Nach dem Mittagessen fand der Abstieg statt, allerdings waren es nur ungefähr 10 Sprossen. Dann fanden wir eine ziemlich große Höhle, die einen langen Gang hatte bis zu Stellen, an denen wir nicht mehr weiter kamen, was allerdings aus meiner Sicht auch gut ist, denn hier gibt es hunderte von Fledermäusen. Wir sahen einige und schreckten sie leider auch auf. Sie umschwirrten uns und flogen zurück in ihr sicheres dunkles Reich. 

 










 

 

 

 

Dann sind wir weiter zu den nächsten Bruchstellen. 

 








Am Abend, kurz nach Sonnenuntergang, kamen die Fledermäuse aus der Höhle und flogen um unsere Fahrzeuge um dann auf die Futtersuche zu fliegen. Wir planten den morgigen Tag und hatten noch einen schönen Abend. Macht schon Spaß, wenn man nette Menschen um sich hat.

 Real Edge oft the World war angesagt heute, eine Fahrt von ca. 40 km. Davor noch wollten wir zum Aussichtspunkt Edge oft he World, davon gibt es hier zwei oder drei, unser Ziel war 4 km entfernt, wobei wir ca. 1,5 km laufen mussten, mit den Fahrzeugen hätten wir hier nicht hinfahren können. Eine tolle Aussicht, ein Kletterstieg für Magy und Franziska und wir trafen einen Südkoreaner der an oberster Stelle des Berges soviel Angst hatte, dass er sich quasi nur auf allen Vieren vorwärts bewegte. Wir gaben ihm Sicherheit und schossen einige Fotos für ihn mit seiner Kamera. Am Schluss nahmen wir ihn in unsere Mitte um den Berg gemeinsam wieder herunter zu gehen. Ich glaube, er war ziemlich dankbar. Andererseits fand ich ihn sehr mutig mit soviel Angst trotzdem die Spitze des Berges zu erklimmen. Die meisten Menschen mit dieser Angst hätten das sicherlich nicht gemacht.







 

Dann fuhren wir ca. 20 km Schotterpiste zurück zur Teerstraße, die wir ca. 5 km fahren mussten bis wir vor einem riesigen Tor standen aus Stein und Eisen das uns den Weg versperrte. Später wußten wir warum. Im Jan. letzten Jahres ist hier ein Auto von den Klippen gestürzt und bis auf einen sind alle Insassen verstorben incl. dem Guide, der das Auto gefahren ist. Seitdem ist das komplette Gebiet incl. dem Real Edge oft he World versperrt. Carlos und Jan versuchten dem Soldaten klar zu machen, dass wir aber gerne dort hinfahren würden um u.a. auch dort zu übernachten. Er rief einen Vorgesetzten an der auch englisch sprach und sich dann kurz mit uns unterhielt. Das Ende war, dass er uns eine Zeichnung machte wie wir fahren und wo wir übernachten könnten. Das Tor öffnete sich für uns und wir konnten durchfahren. Wir hatten es geschafft. Warum auch immer erschließt sich mir nicht wirklich, ich kann nur rätseln das es evtl. mit unseren Fahrzeugen zusammenhängt und man uns zutraute die Wege zu fahren ohne hinabzustürzen. Wir waren glücklich und konnten die Stellen schnell finden die man uns vorher beschrieben hatte. 

























 

Leider spielte das Wetter heute nicht wirklich mit und wir hatten statt blauem Himmel viel Dunst. Unser Stellplatz für heute Abend wird sicher auch der für die nächsten zwei Tage sein sofern keiner uns hier vertreibt wovon ich nicht ausgehe.


Ein sehr erfolgreicher Tag, hatte ich doch einige Dinge zu erledigen und das Meiste geschafft. Ich habe mal die Werkzeugkisten an eine andere Stelle gepackt, damit ich nicht immer ins Fahrerhaus gehen muss um daran zu kommen, Wäsche gewaschen, mein Navi etwas anders eingestellt und natürlich geputzt. Dann noch mit dem Quad zum Real Edge of the World gefahren um Internet zu haben, denn das funktioniert hier in der Kuhle neben dem Fluss nicht. Kuchen gab es dann auch noch und damit war der Tag gelaufen und ich fühlte, dass ich Kopfschmerzen bekomme. Frühzeitig ins Bett, so war der Plan.

 Mein Gefühl von gestern hat mich nicht getäuscht, heute bin ich mit massiven Kopfschmerzen aufgestanden und musste 3 Tabletten nehmen um klar zu kommen. Zum Glück hatte ich nur Magy versprochen mit ihr nochmals zum Real Edge of the World zu fahren und Wäsche für Franziska zu waschen. Alles nicht wirklich aufregend und so blieb uns am Nachmittag Zeit für einen Spaziergang zum 2 km entfernten Berg. 

 

















Für heute war Regen angesagt, bis zum Dunkelwerden haben wir nichts davon gemerkt, aber dann kamen die Blitze so, wie ich sie vorher noch nie gesehen hatte. Nicht nur einer sondern in einer langen Serie permanent. Wir stellten unsere Stühle so hin, dass wir den optimalen Ausblick hatten. Leider war der Berg im Weg, und so setzten Franziska und ich uns auf das Dach von der KAT-Kabine. Immerhin 4 m höher als vorher und damit die bessere Aussicht. Leider fing es dann tatsächlich an zu regnen, und zwar ganz plötzlich. Hörten wir vorher keinen Donner fing der Regen mit dem ersten Donnerschlag an und dann regnete es gleich wie aus Eimern. Mal sehen, wie lange das dauert, denn jetzt ist das Gewitter genau über uns und wir sitzen jeder in seinem eigenen Fahrzeug.

Am nächsten Morgen ist dann alles vorbei











 


Ein stressiger Tag geht zu Ende. Eigentlich waren nur 140 km zu fahren. Aber, einkaufen, Wasser tanken, offroad fahren, in Riad den Stellplatz finden, alles zusammen dauerte dann insgesamt 8 Stunden. Angefangen mit dem offroad-Fahren, denn wir mussten ja aus diesem Real Edge oft he World-Gebiet raus, dann uns bei den Soldaten, die das Tor bewachen, bedanken und zum nächsten Zapfhahn fahren der fast direkt hinter dem riesigen Tor war. Leider lief das Wasser nicht wirklich schnell und Carlos konnte gar nicht tanken, so dass nur Jan die Tanks hat volllaufen lassen. Ich habe verzichtet, hatte ich mir doch offensichtlich irgendwo schmutziges Wasser eingefangen und wollte dies nicht mit sauberem nochmals vermischen. Carlos fuhr schon los zum nächsten Zapfhahn und als wir dort ankamen stellten wir fest, dass hier tanken Spaß macht, weil ordentlich Druck in der Leitung gegeben ist. Und weil alle damit einverstanden waren habe ich meine Tanks komplett geleert und anschließend wieder aufgefüllt, wenn auch nicht komplett, denn 700 l brauchen eben seine Zeit. Dann war die Frage nach dem nächsten Supermarkt. Wir fanden einen unterwegs, leider ohne frisches Obst und Gemüse, so dass nur das Notwendigste eingekauft werden konnte. Weitere Händler waren nicht auf dem Weg und so sind wir nach Riad zum allseits beliebten Carrefour gefahren um dort die restlichen notwendigen Lebensmittel einzukaufen. Durch die vielen Baustellen brauchten wir entsprechend lange und mussten einige Umwege in Kauf nehmen. Anschließend war der Stellplatz zu suchen im Wadi, das von zwei Brücken überquert wird die leider nur 3,50 m hoch sind. Wir alle drei passten dort nicht durch, waren aber schon auf der Wadistraße und mussten drehen und an der Einfahrtstraße wieder herausfahren. Die Straße war so eng, dass es kaum möglich war vernünftig zu drehen. Wir machten dann kurzerhand Verkehrsberuhigung und die Polizei hat uns geholfen. Nach einigen weiteren Umwegen haben wir dann den Stellplatz gefunden, der auch schon von Heike und Carsten in Anspruch genommen wurde. Ein riesiger Platz fast direkt am Wadi. Am Abend haben wir natürlich reichlich gequatscht.

 

Ein Spaziergang durch das Wadi am Vormittag und zu einem Park, der allerdings nur für Familien mit Kindern geplant war, denn man hat uns mitgeteilt, dass wir hier nicht erwünscht sind, und danach ist dann Langeweile angesagt. 

 






Ramadan führt dazu, dass hier alles geschlossen hat und vor 21 Uhr am Abend nicht öffnet. Wir haben das natürlich nicht geglaubt und sind mit dem Taxi zum Museum der Saudi-Arabischen Air Force gefahren und standen – wie konnte es auch anders sein – vor verschlossener Türe. Gut, dass wir nicht alle gefahren sind, sonst hätten wir noch zwei Taxen bezahlen müssen. Die Idee, noch zum Souq zu fahren, haben wir dann schnell verworfen und uns auf den Weg zurück zu den Fahrzeugen gemacht. Dort angekommen warteten schon viele Leckereien auf uns, hatte uns doch ein Locale hier eine riesige Schachtel Donats von Dunken Donats, Kaffee, Milch und weitere Leckereien gebracht. Fast fertig damit kamen noch 10 dicke Eisbecher zum Verzehren. Anschließend meinte der edle Spender, er würde uns in zwei Stunden das Dinner servieren – es war bereits halb zehn Uhr abends -, und nur unter heftigem Protest konnten wir ihn offensichtlich davon abhalten, denn er ließ sich dann nicht mehr blicken. Wir planten dann noch den morgigen Tag und gingen in die Fahrzeuge.

 

Erst wollten wir direkt zu den Red Dunes, dann habe ich mich breitschlagen lassen mit Carlos und Magy zum Faisals Finger zu fahren, ein Umweg von 70 km der sich nicht gelohnt hat, denn aufgrund der Baustellen dort mussten wir 7 km vor Ende aufgeben. Dann also direkt zu den Red Dunes wo wir schnell einen Stellplatz fanden. Carsten und Heike kamen später, denn sie hatten sich noch neue Reifen zugelegt und Jan und Franziska werden erst morgen zu uns kommen, weil sie die Hinterachse noch reparieren lassen wollen.

Ein Gang auf die Dünen am Spätnachmittag bot uns dann eine fantastische Sicht auf die dahinterliegende Bergkette. Einfach großartig diese Landschaft. Am Abend wurde es kalt und später regnete es. Muss ja auch mal sein.

 


















In der Nacht hatte es wohl noch heftig geregnet, denn die Wege hier stehen unter Wasser und der Untergrund auf dem wir stehen ist aufgeweicht. Hoffentlich regnet es nicht noch mehr, dann fahren wir uns womöglich noch fest. Ansonsten passiert sicherlich heute wenig bis gar nichts, denn im Matsch Quad fahren macht nicht wirklich Spaß wenn man anschließend keine Möglichkeit zum Saubermachen hat.