Dienstag, 25. Oktober 2022

Kuwait bis VAE ab 10.10.2022

Aufgestanden mit starken Kopfschmerzen wollte ich trotzdem zum Kulturzentrum in Kuwait. Mit dem Taxi kommt man hier gut zurecht. Ich habe mir die App heruntergeladen, die in allen Staaten rundherum funktionieren soll. Bin gespannt. Jedenfalls klappt das hier in Kuwait. 8 km, die ich mit dem Quad ja nicht fahren darf und, ehrlich gesagt, hier auch nicht fahren will. Das Kulturzentrum besteht aus 7 verschiedenen Hallen mit 6 verschiedenen Themen die ich mir alle mehr oder weniger lange angesehen habe. Ohne Kopfschmerzen hätte ich mich sicher länger hier aufgehalten. So war ich nach etwas mehr als 2 Stunden fertig und habe mir ein Taxi für den Rückweg genommen. 

 











Und weil ich es versprochen habe gab es anschließend Schokoladenkuchen, Roland hat uns noch besucht und wir haben besprochen wann und wie wir uns die Baustelle der zukünftigen Kläranlage Kuwaits ansehen wollen.

 Termin bei Mercedes in Ahmadi, nahe Kuwait City, wir waren angemeldet, weil einer der höhergestellten Angestellten ein Follower von mir ist und mich bzw. uns mit seiner Familie besucht hat. Ich hatte einige Kleinigkeiten zu reparieren – dachte ich. Am Ende stellte sich heraus, dass ich einen neuen Zylinder für die Feststellbremse benötigte und der Ölkühler undicht ist. Mal wieder habe ich Glück im Unglück. Es gibt zwei verschiedene Zylinder, einer von Bosch, einer von Knorr. Der von Bosch muss komplett getauscht werden, weil man die Dichtungen nicht tauschen kann, der von Knorr läßt sich reparieren. Meiner war von Knorr. Und ich hätte auch die Dichtungen bekommen wäre nicht vor Ort ein Händler gewesen der den Zylinder statt für 1.500 Euro wie in Deutschland erhältlich für lediglich 600 Euro verkaufte. Und zwar komplett. Also wurde der komplette Zylinder getauscht, der alte geht in ein Staufach und wird bei Gelegenheit mit neuen Dichtungen bestückt und mitgenommen für schlechte Zeiten. Genauso wie ich das mit dem Ölkühler gemacht hatte in Georgien, der liegt hier im Staufach und wird morgen eingebaut, weil der, der jetzt verbaut ist, undicht geworden ist aufgrund des Blechs, das daran schabt. Auch der defekte Ölkühler kann repariert werden, und das wahrscheinlich in Kuwait. Dauert nur ein paar Tage. Und dann habe ich noch einen Termin morgen mit einem Kuwaiti der mir das Fahrzeug beklebt mit Aufklebern. Bilder folgen später. Ich hoffe, damit weniger Probleme an den Grenzen zu bekommen. Schließlich will ich noch einige arabische Länder besuchen und auch zurück durch den Irak.

 











Wir hatten in der Nähe der Mercedeswerkstatt geparkt, ca 200 m entfernt, ich bin mal 2 km gefahren um dort anzukommen. Ich bekam direkt meinen alten Stellplatz wieder und wurde von allen Mitarbeitern mindestens mit einem Lächeln begrüßt. Nachdem ich alle Vorbereitungen getroffen hatte wie Luftschacht hochbinden, Motorklappe zum Öffnen bereit machen, Staufächer ausräumen, kamen zwei Mitarbeiter um den Ölkühler zu wechseln. Es dauerte etwas länger als bei Marcel Kley, dem KAT-Schrauber aus Deutschland, am Ende jedoch war alles erledigt, der andere Ölkühler eingebaut, die Beschriftungen die ich gestern bestellt hatte angebracht und die Probefahrt war ebenfalls erfolgreich. Nur noch die Rechnung bezahlen und dann ab die Post. Habe ich gedacht, aber die Rechnung nicht ohne die Mitarbeiter von Mercedes bzw. Al Mulla Automobiles Co. Gemacht. Die wollten nämlich das Fahrzeug von innen sehen und reichlich Fotos schießen. Klar, mache ich da mit. Schließlich bin ich hier freundlich, zuvorkommend und nett behandelt worden und dafür kann ich mich revanchieren.

Die Fahrt zum neuen Stellplatz dauerte länger als geplant und war statt 30 km ca. 64 km. Der ausgesuchte Platz stand nicht mehr zur Verfügung, weil die Kuwaitis hier ihre Charlets bauen, der zweite geplante Platz war völlig zugemüllt, der dritte Platz ist kurz vor der Saudischen Grenze, hier steht man am Wasser, wenn auch auf einem Parkplatz, aber ziemlich allein und damit sehr ruhig. Die anderen Reisenden, Doris und Hans-Peter, warteten schon auf uns. Und so wurde es noch ein ruhiger gemütlicher Abend.




 


Schon wieder musste der Staub und Sand rausgefegt werden. Drei Tage ohne Staubwischen geht nicht hier. Ein Windhauch und alles ist verstaubt. Wir stehen am Wasser 15 km vor der Grenze zu Saudi-Arabien und bleiben hier noch ein paar Tage um zu entspannen und relaxen. Schließlich sind die Temperaturen noch nicht so, dass man längere Spaziergänge machen kann. Außerdem gibt es hier nicht wirklich mehr viel zu sehen. Aber wir wollen noch der Einladung, den Bau der großen Kläranlage hier in Kuwait zu besichtigen, folgen. Das wird am Dienstag sein, und dann werden wir gemeinsam uns auf den Weg nach Katar machen. Leider muss Bahrain ausfallen, weil wir ohne Ticket für di WM nicht nach dem 31.10. in Katar einreisen können. Bahrain läuft mir nicht weg und Totti und Fenny waren dort schon. 




 

Am Nachmittag kam hier ein amerikanisches Womo an das Kuwaitis gehört, die Seitenwände wurden ausgefahren nachdem man das Womo ausgerichtet hatte, der künstliche Rasen ausgelegt, Tisch und Stühle daraufgestellt, der Außenfernseher ausgefahren, der Generator angeworfen und dann kam der Pizzaservice und lieferte 4 Pizzen für 2 Personen. Die lassen es krachen. Kurz nachdem ich vom Spaziergang zurück kam lud man mich auf einen Tee ein und ich konnte mir das Ungetüm von innen ansehen. Allerdings hab ich auch unmißverständlich klar gemacht, dass meine Musik ungefähr genauso laut sein kann wie die ihre, und dann hätten wir alle nichts von unserer Musik. Sie scheinen es verstanden zu haben, denn zur Zeit ist es ruhig. Zu meinem Glück, denn ich habe schon wieder Kopfschmerzen bekommen.

Hier passiert derzeit nicht wirklich viel. Nichts was man ansehen kann oder will. Am Morgen konnte das Fahrrad wieder Licht sehen, weil ich Einkaufen fahren musste, zum Mittagessen gab es Kaiserschmarrn von den hier ebenfalls stehenden Reisenden Doris und Hans-Peter und am Nachmittag kam Roland mit dem ich zusammen für uns alle einen Apfelkuchen gebacken habe. Ihr seht, ein ganz normaler Alltag wie er auch in Deutschland passieren kann.

 Die Langeweile geht weiter, nochmals Einkaufen gefahren und ansonsten relaxt. Wir warten hier nur noch auf Dienstag, denn dann können wir die Baustelle von Roland besichtigen. Das bedeutet ausspannen, waschen, das Fahrerhaus wieder in Ordnung bringen und die Garage sauber machen. Außerdem muss ich noch, nachdem die Druckluftschläuche neue Verbindungen bekommen haben und die Bremse wieder in Ordnung gebracht wurde ausprobieren ob die Druckluft die Reifen füllt. Bin gespannt, wieviel Druckabfall ich in den letzten Tagen an den neuen Reifen hatte.

 Den Reifendruck geprüft, die Garage ausgefegt und mit Druckluft vom Staub befreit soweit möglich, das Fahrerhaus aufgeräumt und dann ins Wasser gestürzt. Hätte ich nicht tun sollen, denn jetzt habe ich einen Schnupfen. Das kommt davon, wenn man im Wasser ein T-Shirt anhat und dieses nach dem Baden nicht sofort auszieht, sondern im Wind stehen bleibt. Selbst schuld, und Recht habt Ihr. Mein Fahrradreifen verliert täglich die Luft und zwei Reifen vom KAT stehen dem in nichts nach. Naja, nicht ganz, aus 6 bar wurden 5,5 bar, die anderen passen. Bei Gelegenheit sollte ich die Schläuche tauschen lassen, denn die alten Schläuche haben keine Luft verloren es sei denn, sie hatten ein Loch was ja bekanntlich zweimal vorkam.

 







Die Wäsche gewaschen denn morgen gibt es frisches Wasser, und wann ich dann wieder was bekomme weiß ich nicht, das hängt von Katar ab. Die Vorabmeldung ist für Katar ausgefüllt, jetzt brauchen wir nur noch eine Stelle für den PCR-Test oder den Antigen-Test, denn das will Katar haben, trotz Impfe. Das bedeutet, ich muss einen Tag in Saudi-Arabien, genau genommen in Dammam, bleiben. Die Strecke hätte ich sowieso nicht in einem Tag geschafft, 4 Grenzübergänge und 600 km fahren und ich weiß nicht, wie es mir übermorgen geht, denn die Erkältung habe ich definitiv mir eingehandelt.

 Der letzte Tag in Kuwait, morgen geht es nach Saudi-Arabien. Heute durften wir die riesige Baustelle besichtigen, auf der eine Kläranlage gebaut wird die die Abwässer von 1.7 Mio Menschen reinigen soll. Dafür werden 451 km Kanäle gebaut und die Anlage ist auf einem 210 ha großen Grundstück geplant mit der Möglichkeit, diese noch zu erweitern. Das Wasser wird zu Trinkwasser aufbereitet, soll allerdings hier zum Bewässern für die Landwirtschaft genutzt werden, die Feststoffe werden zu Dünger verarbeitet. Spannende Geschichte, zumindest für mich, die immer wieder fasziniert vor solchen Bauwerken steht. Ich kann mir nicht vorstellen wie das vom Planen über Bauen einmal eine fertige Anlage werden soll. Und was ebenso spannend ist, sie soll nächstes Jahr im Juli schon fertig sein und nach einer Anlaufzeit von 2 Monaten vollständig arbeiten. Bin mal gespannt was passiert ist, wenn ich nächstes Jahr wiederkomme. 


 

 Früh aufgestanden nach dem schlechten Schlaf konnten wir uns schnell auf den Weg machen zur Grenze nach Saudi-Arabien. Hier gab es keine Besonderheiten, alles lief soweit glatt, auch wenn es etwas dauerte und auch Totti und Fenny mehr als sonst kontrolliert wurden. Keiner hat mich gefragt ob ich ein Militärfahrzeug habe, ich glaube, die Aufkleber haben Wirkung gezeigt. An der Kuwaitischen Grenze hat man die Fahrzeuge registriert damit es beim nächsten Eintritt dort schneller geht. Gerne doch.

Dann folgten Tanken für 33 Cent der Liter und 300 km Fahrstrecke bis Dammam. Hier mussten wir in einem Testzentrum einen PCR-Test machen lassen, weil Katar uns sonst nicht herein läßt.  So jedenfalls stand es im Internet. Ich hatte zunächst ein Krankenhaus ausgesucht für den Test, die brauchen allerdings mindestens 24 Stunden, dann hätten wir hier zwei Tage verbringen müssen. Wir haben dann ein anderes Zentrum aufgesucht in der Stadt und können das Ergebnis nach 12 Stunden bekommen. Somit geht es morgen früh, wenn die Tests negativ sind weiter. Meine Erkältung hat sich noch nicht verabschiedet, und im ersten Krankenhaus wollten sie mich zum Arzt schicken. Vorher hat man Blutdruck gemessen, Puls und mich gewogen. Ergebnis: Blutdruck ok, Gewicht: 4 kg abgenommen. Gut, dass ich das jetzt auch weiß. Als alles erledigt war fuhren wir an der Corniche in Dammam und warten jetzt auf die Ergebnisse. Morgen geht es weiter nach Katar, ich hoffe, ohne Probleme.

 







Der nächste anstrengende Tag geht zu Ende, leider nicht so wie erwartet. Wir sind wieder früh losgefahren, kamen leider trotzdem in den Berufsverkehr und mussten dann 330 km bis zur Grenze Katar fahren mit Zwischenstopps an den Tankstellen, denn in Katar ist der Diesel teurer. Ein letzter Stopp vor der Grenze war an einem riesigen Strand incl. Park und Picknickplätzen. Dann ging es zur Grenze und problemlos kamen wir aus Saudi-Arabien raus. An der Grenze Katar wurde ich direkt an der ersten Polizeistation die die Pässe kontrolliert angehalten und dann mit Polizeieskorte dahin gebracht wo die LKW-Fahrer ihre Stempel holen müssen. Dort ging ich zunächst zur Visabehörde und legte denen meinen Pass und die Fahrzeugpapiere vor sowie einen kleinen Zettel, den ich vom Zoll der Saudischen Grenze erhalten hatte. Dieser war für den Truck, leider fehlte mir der für das Quad, den haben die mir nämlich nicht ausgehändigt. Damit fingen die Probleme an. Der Zoll Katar nahm Kontakt mit Saudi auf und wollte das Problem lösen. Nach einigem Hin und Her und diversen Telefonaten sagte man mir, man brauche das Carnet de Passage und die Probleme wären gelöst. Kein Problem, liegen die doch im KAT. Also raus, die Carnets geholt und zurück. Diese wurden dann eingehend von der Zollbehörde, die zumindest betriebsam taten, geprüft. Dann sollte ich zur Visabehörde gehen die nebenan saß und mir das Visum holen. Ich also rüber und nach einigem Hin und Her kam der Zollbeamte und besprach sich mit dem Visabeamten. Das Ergebnis des Gesprächs: Ich müsse jetzt zurück nach Saudi-Arabien, eine Mail an den General Major schicken mit der Bitte um Erlaubnis zur Einreise und wenn ich die hätte dürfte ich wiederkommen damit man mir dann die Schilder von Katar aushändigen könne. Ich habe ihn sicherlich sehr sparsam angesehen denn das konnte ich nicht glauben. Gefragt, wo das denn stehe, konnte man mir keine Antwort geben nur, das sei eben Gesetz. Dann sagte man mir ich solle zum KAT gehen, behielt aber meine Papiere. Ich also mit Polizei zurück zum KAT dort standen dann gleich 3 Polizeifahrzeuge incl. Insassen. Einer davon telefonierte dann, schickte irgendwem Fotos vom Fahrzeug, telefonierte nochmals unendlich lange um mir dann mitzuteilen, dass ich nicht in Katar einreisen könne, weil ich ein Militärfahrzeug hätte. Ich versuchte ihm klarzumachen, dass das Blödsinn sei, er ließ aber nicht mit sich reden. Das Ende vom Lied: mit Eskorte zurück zu Grenze Saudi-Arabien wo man mich freundlich begrüßte, weil man mich ja von vormittags noch kannte. Nachdem ich bei der Passkontrolle und dem Zoll durch war kam ein netter Herr vom Zoll der mir auf Anweisung der Behörde Katar mitteilen sollte, warum man mich nicht habe einreisen lassen. Er erklärte mir: Die Zöllner drüben sagten, es fehle das Carnet de Passage. Ich schaute ihn mehr als ungläubig an und sagte: Moment, ging in den KAT und holte beide Carnet heraus und legte sie ihm vor. Er war ziemlich erstaunt, merkte er doch, dass ihm nicht die Wahrheit gesagt wurde. Ich habe ihm dann alle drei Probleme die drüben gesehen wurden mitgeteilt. Aber was sollte er machen außer mir mitzuteilen, dass Saudi-Arabien offen ist für nette Frauen und andere Reisende und sich über jeden Besucher der ins Land kommt freut. Er wäre jederzeit bereit mir zu helfen. 










 

Nun, es ist wie es ist, Totti und Fenny sind ebenfalls abgewiesen worden. Ärgerlich ist lediglich, dass es uns so viel Geld gekostet hat. Ich stehe jetzt am Strand für heute Nacht und werde mal sehen, ob ich noch einen Tag hier bleibe oder morgen weiter fahre. 

 Natürlich konnte ich nicht gut schlafen, denn ich machte mir Sorgen um die Einreise in die Emirate. Wie sich dann herausstellte, waren meine Sorgen unnötig. Aber alles von vorn. Gegen 5 Uhr morgens wach geworden überlegt man ja ernsthaft, ob nicht im Bett bleiben die bessere Alternative ist. Heute war jedoch Aufstehen angesagt, frühstücken, duschen und dann auf den Weg machen. Das klappte auch soweit gut und so kam ich bereits gegen 8 Uhr an der Grenze an. Leider habe ich unterwegs die Tankstellen verpasst so dass ich mit 100 l Sprit weniger ins nächste Land eingefahren bin wo der Sprit erheblich teurer ist. Die Grenzer Saudi-Arabien wunderten sich natürlich über meine Aus- und Einreisestempel von vorgestern und gestern und wollten wissen, was los war. Eine kurze Schilderung brachte sie auf den neuestens Stand und Verständnislosigkeit machte sich breit. Na jedenfalls war die Ausreise kein Problem, und dann folgte die Einreise in die Emirate. Auch hier kein Problem außer meiner üblichen als da wären:

1.      Durch den Röntgenapparat gefahren, und da der KAT natürlich zu hoch ist musste ich rückwärtsfahren um in die richtige Spur zu gelangen.

2.       Durch den Röntgenapparat durch ging es weiter, die Spur führte zum Zoll.

3.       Am Zoll angekommen fragte man nach meinen Papieren die ich großzügig gab.

4.       Nee, keinen Stempel keine Kontrolle, keine Einreise. Also Abmarsch zurück zur Imigration und einen Stempel holen. 500 m, kann ich die laufen? Klar, bin ja Europäer, da geht das. Wenn man denn den richtigen Weg findet. Wenn nicht, läuft man eben etwas länger, so wie ich. Letztendlich habe ich dann das Gebäude ja auch gefunden.

5.       Zettel ausfüllen, geht aber ohne Brille nicht. Die Beamten dort sind nett und helfen der halbblinden alten Frau 😊

6.       Zurück zum Zoll kontrollierte man, diesmal nur den Wohnbereich, selbst das Quad wollte keiner sehen.

7.       Alles ok, Abfahrt zur Versicherung die abzuschließen ist, hätte mich auch gewundert, wenn am Schluss keiner Geld verlangt hätte.

8.       Versicherung abgeschlossen und Abfahrt zur letzten Station ca. 250 m weiter

9.       Das ist dann der Herr, der die vielen kleinen Zettel in Empfang nimmt und die Stempel darauf kontrolliert. Und siehe da, einer fehlte.

1      Zurück zum Zoll mit meinen Zetteln nachdem ich die ca. 400 m rückwärts gefahren bin wunderte man sich, dass ein Stempel fehlen soll denn: diese beiden Zettel sind genau gleich, da brauchst Du eigentlich nur einen, aber wenn Du schon mal beide hast bekommst Du auch auf den Zweiten einen Stempel. Danke.

1   Zurück zum Kontrolleur, Zettel abgegeben, alles ok und drin war ich.

So einfach geht das, wenn das Land kein Problem hat mit Touristen.

Totty und Fenny warteten im nächsten Ort schon auf mich, dort konnte ich dann gleich die SIM-Karte für teuer Geld kaufen und Geld tauschen. Weitere 120 km weiter stehen wir jetzt an einem wunderschönen Strand ziemlich einsam und alleine. Beim Aussteigen zischte es leicht und ich befürchtete schon, dass wieder ein Bremszylinder Luft verliert. Weit gefehlt, es war der letzte Reifen hinten links wo sich gerade die Luft verabschiedete. Hätte ja auch alles mal glatt gehen können. Also Quad ausgepackt, Wagenheber geholt, Böcke und hoch mit der Achse, damit der Reifen sich nicht ganz verabschiedet. So kann das erst mal bleiben bis eine Lösung kommt. Und die kam dann auch am Abend in Form eines Einheimischen der uns sagte, dass ca. 40 km entfernt ein Reifenservice ist und 10 km weiter er seine Farm hat und wir herzlich eingeladen sind. Wir werden also in den nächsten Tagen den Reifen wechseln und dann lass ich mir den Schlauch reparieren. 











 

 

 

Es war dann noch ein schöner Abend bei angenehmen 30 Grad.

Das Quad musste an die frische Luft und weil es schon mal draußen war haben wir es auch gleich hier im Gelände ausprobiert. Mit zwei GoPros und einer Drohne wurden Filme gedreht die Totty zu einem Kurzfilm schneiden will. Ich selbst habe den Film von der GoPro genommen, die hinten am Quad befestigt war und daraus einen Kurzfilm geschnitten. Nicht professionell, trotzdem gefällt er mir.

https://www.youtube.com/watch?v=-oYiR9Z1DLQ

Außer am Strand spazieren gehen, lesen und relaxen ist nichts passiert. Muss auch nicht, man kann ja mal in Ruhe ausspannen. Ok, ich hätte auch meinen Blog schreiben können. Hat aber irgendwie nicht gepasst.

Viel vorgenommen, nichts gemacht. Doch, ich war einkaufen. Und dazu muss man, wenn der Weg eigentlich 20 km ist mindestens 30 km fahren, weil die hier mehrspurige Straßen haben ohne oder mir wenigen Autos die aber auf dem Mittelstreifen durchgezogen gesperrt sind und man einen U-Turn nur gelegentlich, also nach frühstens 5 km, fahren kann. Folglich werden aus 20 km dann schnell mal doppelt so viele. Und so habe ich 3 Stunden gebraucht um Lebensmittel einzukaufen, eine Flasche Whisky (auf Bestellung) und eine Flasche Wein. Danach mussten noch einige Telefonate geführt werden und schon ist der Tag um.