Samstag, 25. Juni 2022

Türkei ab dem 7.6.2022

 

Schlecht geschlafen kommt mal vor bei diesem Wetter, so auch heute. Es ist drückend und die Gewitterwolken taten das Ihrige dazu. An einen Ausflug war folglich nicht zu denken. Außerdem sollte heute der Benz von Neco in die Werkstatt gebracht werden was ca. 3 Stunden in Anspruch nahm. Damit war der Tag auch schon gelaufen. Der ganze Picknickplatz voller Wasser, die nächsten Wolken zogen auf nachdem das erste Gewitter sich verzogen hatte und die Luft wurde so feucht dass man nur noch schwitzte.

Alles zusammengeräumt und verschlossen und dann war da noch Wassertanken und Quad einladen angesagt. Dazu musste ich allerdings in den Park fahren. War ja kein Problem. Das kam kurze Zeit später in Form eines Regenschauers. Damit waren wir einmal komplett durchnässt und mussten das Quad nass einladen.

Abfahrt nach Kas, 150 km, 3,5 Stunden incl. Diesel tanken auf einer Strecke die auf 800 m hoch ging um dann wieder unten am Strand zu landen. Der Parkplatz war nicht zu befahren, die Straße bot jedoch eine Parkbucht die wir dann angefahren sind. Wir standen gerade da kam die Polizei und bat uns ein Stück vor zu fahren, sie würden gerne Fahrzeugkontrollen durchführen die nächsten 2 Stunden. Klar, kein Problem. Dann das Quad ausgeladen und nach Kas in die Altstadt gefahren um dort zu bummeln. Eine schöne Altstadt die jedoch bevölkert ist von Touristen um diese Jahreszeit. Zurück zum KAT haben wir den so gestellt, dass er gerade steht und nicht die Äste der Bäume ins Fenster ragen um dann einen schönen Abend draußen zu verbringen.











 

 Später haben wir uns noch einen Film angesehen und wurden um 24 Uhr von der Polizei aufgefordert mit dem Fahrzeug wegzufahren sie würden die nächsten 2 Stunden Fahrzeugkontrollen machen. 

 Unsere Begeisterung hielt sich in Grenzen. Tatsächlich waren aber nur 10 m nach vorne zu fahren, wobei wir jetzt Schlagseite nach rechts hatten. Damit schläft es sich leider nicht so gut. 



 

Schlecht geschlafen weil man das Gefühl hatte die LKW fahren durch das Bett. Aber die Fenster geschlossen lassen geht auch nicht.

Mit dem Quad sind wir heute nach Kekova gefahren um dort die alten Gräber zu fotografieren. Eine Fahrt zur versunkenen Stadt hätte mit dem Boot fast 60 Euro gekostet und ungefähr 1,5 Stunden gedauert. Da haben wir gerne drauf verzichtet, der Preis ist absolut überzogen auch wenn es sich um touristisch erschlossene Gebiete handelt wo es immer teurer ist als im Hinterland.

 









 

 

 

 

 












 Trotzdem war es ein schöner Ausflug. Auf dem Rückweg sind wir in eine Polizeikontrolle geraten und angehalten worden was mir und uns bislang noch nie passiert ist. Das Ende dieser Kontrolle war jedoch für meinen weiteren Aufenthalt hier positiv. Aber ich fange mal vorne an. Neco ist gefahren wie meistens und die Polizei fragte nach Führerschein und Fahrzeugschein. Alles abgegeben incl. meinem Reisepass, darauf meinte der Polizist, dass Neco mein Fahrzeug nicht fahren darf, das dürfte nur derjenige fahren der es eingeführt hat. Und dann hat man das Quad kontrollieren wollen. Die Fahrzeuge werden an der Grenze in das Computersystem des Zoll eingetragen und zur Polizei übermittelt. Alles soweit ok, nur dass die Daten des Quad eben nicht übermittelt wurden. Darauf kamen natürlich die Fragen. Haben Sie das an der Grenze angegeben, wurde das registriert…….. Natürlich, und zwar nicht einmal sondern jedesmal und immer gab es ja Probleme mit den Fahrzeugen. Dann wurde beim Zoll angerufen und festgestellt, dass das Fahrzeug zur Einfuhr registriert wurde anstatt zur Ein- und Ausfuhr. Die Polizei telefonierte dann noch mit dem Zoll in Kas wo wir uns kurze Zeit später einzufinden hatten um die Angelegenheit richtig zu stellen. Das dauerte dann mindestens 2 Stunden, weil nicht der Zoll in Kas sondern der in Ipsala alles richtig stellen musste. Am Ende bekam ich einen Computerausdruck mit den korrekten Daten und war froh, dass das alles jetzt aufgefallen ist und nicht erst am 12.7., am Tag, an dem ich nach Deutschland fliegen will. Denn dann hätte ich richtig Probleme bekommen weil man in der Türkei angeben muss dass man ohne Fahrzeuge fliegt und wo die Fahrzeuge stehen bleiben. Alles wird beim Zoll registriert.

Ende gut alles gut. Wir wollten dann noch eine Stippvisite zur Halbinsel hier in Kas machen und stellten fest, dass es an der Hauptstraße viele Stellen gibt an denen man gut mit dem KAT stehen kann. Das haben wir dann gleich genutzt und sind umgezogen. Hier wird die Polizei keine Kontrollen durchführen und wir können eine ruhige Nacht verbringen. Den Abend haben wir dann in der Altstadt von Kas verbracht.






 

 

 

 

Der erste Tag des dritten Jahres. Am 10.6.2020 bin ich gegen 12 Uhr mittags losgefahren.

Markttag war angesagt in Kas. Die Umgebung hier wird landwirtschaftlich genutzt, daher kommen die Bauern zum Markt und verkaufen ihre Ware direkt. Vielfach Biogemüse und Obst, selbst gebackenes Brot, Oliven und Olivenöl und gesammelte Kräuter. Entsprechend preiswert ist es hier, womit ich übrigens nicht gerechnet habe, weil hier viele Touristen sind.

Eine Touristin aus Deutschland sprach mich an und wir verabredeten und für den heutigen Abend zum Grillen. Sie kam und wir hatten einen netten Abend.

Eine Fahrt mit dem Quad war angesagt nach Xanthos, und weil das ein ganzes Stück entfernt ist vom Stellplatz in Kas konnten wir gleich noch einige Stopps einlegen. Z.B. an einigen Badebuchten, in Kalkan und Patara (da, wo die Schildkröten ihre Eier ablegen). Alles interessante, shöne und spannende Plätze, die zum Verweilen einladen. Verwundert war ich über den starken Wind an der Küste, am Strand der Schildkröten war sogar ein Sandsturm.












 

Am Abend dann ein heftiger Regenschauer der uns gezwungen hat die Plane auszubreiten über unseren Köpfen damit wir noch unser Fleisch grillen konnten. Aber so schnell der Regen auch kam so schnell war er wieder weg und der Mond strahlte auf das Wasser.

 Weil ich ja jetzt weiß wie man das Quad hoch hebt haben wir das Öl des Quad gewechselt und den Ölfilter gesäubert. Wurde Zeit, denn ich bin fast 10.000 km mit dem Quad gefahren. Obwohl es so klein ist sind sowohl der Filter als auch die Ölablassschraube gut zugänglich und damit war alles schnell erledigt.

  Am Nachmittag wollten wir noch einen Ausflug mit dem Quad machen, da fing es leider an zu regnen in den Bergen. So soll das Wetter auch die nächsten Tage werden. Immer mal wieder Regen. Damit hat sich Demre, wo wir eigentlich noch  zwei Tage hin wollten, erledigt. Morgen fahren wir zurück nach Kemer, denn Neco muss abklären ab wann er arbeiten kann. 







 

Der Weg nach Kemer führte wieder an der Küstenstraße entlang, da der Weg durch die Berge 100 km länger ist. Schade, aber 100 km mehr sind immerhin ca. 45 bis 50 l Sprit mehr und das bei den hiesigen Preisen von 1,60 Euro p. Liter Diesel, da muss man sich überlegen ob man das will. Wobei, die Fahrt an der Küstenstraße entlang ist zwar sehr anspruchsvoll – Motorradfahrer würden sich freuen -, aber auch landschaftlich wunderschön.

Am Nachmittag angekommen haben wir uns einen anderen Platz ausgesucht, eine alte Gärtnerei die abgerissen wurde bietet sich gerade an. Ich will noch einige Reparaturen durchführen und da ist eine Betonfläche in jedem Fall besser als der Sandstrand oder der Straßenrand. Ich hoffte, niemand kommt auf die Idee uns zu bitten einen anderen Platz zu suchen. 



 

Es dauerte ungefähr 2 Stunden, da kam der Besitzer der Tankstelle oben von der Straße. Zu unserem Glück kannte er Neco der ihm erklärte, wir würden hier gerne stehen und einige Reparaturen durchführen am Fahrzeug. Damit war der Standort jetzt geklärt, es ist ein Privatgrundstück und wir dürfen stehen bleiben.

Es hatte heute Nacht leicht geregnet und heute Morgen gewittert. Meine Kopfschmerzen hatten sich gestern Abend schon eingefunden und damit war klar, dass heute nicht viel lief. Allerdings musste unsere Terrasse gefegt werden und ein Sonnenschutz musste her. Alles kein großes Problem denn der KAT hat ja genügend Material an Bord. Jetzt kann es regnen oder die Sonne scheinen, wir sind geschützt auf unserer Terrasse. Und hier kann ich mich auch mal meinen Ersatzteilen und Werkzeugen widmen, die dringend mal aufgeräumt und neu katalogisiert werden müssen. Nach 2 Jahren ist Einiges durcheinander gekommen und manche Teile sollten sinnigerweise sich an anderen Stellen befinden.

 Kaum hat sich das Wetter beruhigt haben sich auch die Kopfschmerzen verzogen. Auch wenn ich am Morgen noch Tabletten nehmen musste.

Wir sind nach Antalya gefahren um nachzufragen, ob mein KAT und das Quad während meines Aufenthaltes im Zollfreigebiet stehen können. Das würde meinen Aufenthalt hier um 13 Tage verlängern, ansonsten muss ich am 13.8. hier raus. Leider ist vom 9.7. bis 12.7., also genau bis zu meinem Abflugtag, Bayram, das türkische Opferfest, und da geht gar nichts. Die einzige Möglichkeit die ich jetzt noch habe ist meinen Flug umzubuchen auf den 13.7., dann arbeiten die hier wieder und ich kann den KAT für 1,20 Euro Parkplatzgebühren am Tag dort hinstellen und könnte dann bis zum 25. Oder 26.8. bleiben. Das könnte schon helfen, da ich dann gemütlicher Richtung Iran fahren kann.

Anschließend waren wir noch im Aquarium Antalya mit dem größten Aquariumtunnel der Welt. Allerdings, für 43 Euro pro Person die man als Ausländer zu zahlen hat lohnt sich der Weg nicht wirklich sofern man bereits andere große Aquarien gesehen hat. Manchmal lohnt es sich auch einen türkischen Bürger mitzunehmen wie in diesem Fall. Grundsätzlich zahlen Menschen mit türkischem Pass bzw. dem Ikamet (der Genehmigung für einen Langzeitaufenthalt) wesentlich weniger Eintrittsgeld. Ist im Prinzip für mich auch in Ordnung, hier allerdings herrscht ein krasser Unterschied der aus meiner Sicht nicht mehr zu rechtfertigen ist. 













 

Wie immer, Donnerstag ist Markttag im Nachbarort, wo man Obst und Gemüse kaufen kann. Den Touristenmarkt mit Designerkleidung und Touristentee hab ich heute ausgelassen. Ich will keine Fälschungen kaufen und Tee und Gewürze hab ich genügend.

Am Nachmittag haben wir über das Sonnensegel eine Plane aus Alufolie gelegt, die die große Hitze die sich hier gerade breit macht zurückhalten soll. Zumindest unter der Plane. Dann das Quad etwas aufgemöbelt, die große Kiste hat Polster bekommen. Und am Abend waren wir eingeladen zum Barbecue beim Unfallgegner, dem türkischen Tourenguide. War ein netter Abend, zu dem sich auch zwei Deutsche gesellten. An diesem Abend fragte ich mich mal wieder, warum ein Deutscher, der doch der deutschen Sprache mächtig ist, sich, wenn er mit türkischen Mitbürgern redet, plötzlich viele Vokabeln sowie die deutsche Grammatik vergessen kann um eine Sekunde später mit mir perfekt Deutsch zu reden. Warum kann man nicht seine deutsche Sprache richtig anwenden wenn man mit einem Menschen spricht der diese Sprache nicht perfekt spricht? Wie soll einer der die deutsche Sprache lernen will denn mit sowas umgehen? Der will lernen und bekommt seine Fehler direkt vorgeführt. Aber ich muss ja auch nicht alles verstehen. Ich rede in meiner Muttersprache mit anderssprachigen Menschen die Deutsch lernen wollen genauso wie ich das mit deutschen Mitmenschen machen würde. Nur das macht für mich Sinn.

 So langsam wird es immer wärmer, und auch nachts kühlt es sich nicht wirklich ab. Mit Temperaturen von 23 bis 27 Grad muss man einschlafen können. Die Klimaanlage hab ich zwar, aber die kann ich natürlich nicht permanent nachts laufen lassen. Und so geht wieder ein Tag ins Land mit Relaxen und die Sonne genießen, ab und zu das Wasser besuchen zur Abkühlung, wobei das nicht wirklich funktioniert, einzig die Duschen an der Picnic-Alani bieten die Erfrischung, das Wasser dort dürfte vielleicht 20 Grad haben, es handelt sich um Brunnenwasser.

Heute sollte es auf den hohen Berg gehen. Ich wollte ausprobieren, ob ich bei dem Höhenunterschied immer Kopfschmerzen bekomme oder ob das in Griechenland vor einem Jahr der Anstrengung geschuldet ist. Immerhin ist der Unterschied jetzt 2.365 m, seinerzeit waren es 2.100 m. Dazu zunächst mit dem Quad zur Seilbahn die auf 600 m Höhe liegt und dann mit dieser hoch auf den Gipfel. Oben gibt es natürlich ein herrliches Panorama, leider aber auch nicht mehr. Ach ja, die üblichen touristischen Sachen wie ein Restaurant gibt es auch noch. Wir haben gar nicht nach den Preisen gesehen hatte ich doch unten an der Talstation schon das Preisschild für Milchkaffee gesehen: 4 Doller – ja, die zeichnen hier in den touristischen Gebieten in Doller, früher war das mal D-Mark bzw. Euro – da kann ich mir nicht vorstellen, dass der Kaffee oben preiswerter ist. 










 

Die Station oben bietet noch eine Attraktion, nämlich Paragliding. Für 200 Euro ca 35 bis 45 min. als Tandem und anschließendem Shuttle zum Fahrzeug. Ich werde mal darüber nachdenken ob ich das will.

Unser Mittagessen bestand dann aus Köfte, den Frikadellen aus Rindfleisch mit Brot, Salat, Bohnen etc. für 6 Euro zusammen incl. einer Cola. Das lass ich mir gefallen.

 Uns geht es wie Euch in Deutschland, blauer Himmel, Sonnenschein, Temperaturen über 30 Grad und keine Lust auf irgendwas. Am Strand ist es brechend voll und die Einheimischen tun das, was sie im Sommer immer machen, Barbecue mit der Familie.



Ich hab angefangen hier notwendige Dinge zu erledigen, dazu gehörten u.a. die Kisten aufräumen und neu zu sortieren. Daneben war großes Wäschewaschen angesagt, weil Neco eine Waschmaschine hier hat. So entstand dann das Chaos am KAT wie man unschwer sehen kann.

 








 Morgen geht es weiter, die Fenster müssen nochmals abgedichtet werden, das Holz im Wohnraum muss nachgestrichen werden – das passiert, wenn man Lacklasur nimmt die zwar umweltfreundlich ist, jedoch sich mit der Zeit abwäscht an den Kanten die nass werden beim Wischen. Und der Tisch muss auch neu lackiert werden. Dann muss das Schließblech an einer Stauklappe noch nachgefräst werden und das Quad gefettet. Es bleibt also ständig was zu tun. 

Sommersonnenwende, der längste Tag und die kürzeste Nacht. Ok, interessiert hier keinen Menschen, aber ich freue mich immer, wenn die Tage länger werden, das ist dann jetzt vorbei.

Heute war Fenster putzen angesagt weil die Scheiben nochmals abgedichtet werden müssen und natürlich auch, damit ich wieder ungehindert raussehen kann. Neco will abdichten weil er das besser kann als ich. Glaube ich gerne, denn meins sieht nicht gut aus und muss noch verbessert werden.

Um 2 Uhr heute Nacht die ersten beiden Ibu genommen weil ich Migräne bekam. Um 7 die nächsten 3 und um 15 Uhr nochmals 2 nachgeschoben. Damit war der Tag gelaufen. Außer einmal ins große Wasser eintauchen lief nicht viel. Das war es bis morgen.

Die Kopfschmerzen waren morgens so gut wie weg, allerdings bleibt immer noch ein Rest und somit ging es mir noch nicht wirklich gut. Dafür haben wir dann nicht viel erledigt, nur der KAT ist umgezogen an den angestammten Platz an der Picnic-Alani. Leider wurde uns mitgeteilt, dass möglicherweise die Gemeinde uns hier wegscheucht weil das so nicht mehr gewollt ist. Mal abwarten, was sich tut. Abends sind Neco und ich dann Fisch essen gegangen, einfach nur köstlich wie die den hier zubereiten, allerdings auch nicht ganz preiswert. Zum Fisch trinken die Türken Raki, der zusammen mit Eis, Wasser und einem Getränk aus Rote Beete (igitt) serviert wird.

 





Die Sandalen waren hungrig und brauchten Kleber. Das macht der Schuster hier für 80 Cent. Und der Umtausch muss auch erledigt werden, im Change-office gibt es 17,050 TL, im PTT (Western Union) zur gleichen Zeit 17,810 TL für 1 Euro. Da geh ich doch zum PTT.

Am Nachmittag haben wir das Auto aus der Werkstatt geholt und ich bin auf dem Rückweg ganz schön nass geworden. Gab es doch ein Gewitter das nicht einkalkuliert war. Und auch später hat es weiterhin geregnet, wenn auch nur in Schauern. Damit war mal kein Barbecue angesagt, ich musste tatsächlich kochen. Ok, kann ich noch, hat auch geschmeckt.