Dienstag, 2. Mai 2023

Saudi-Arabien ab dem 17.4.2023


Weiter ging es zum nächsten Punkt, der Heet Höhle und den in der Nähe liegenden Pools. Die Strecke waren nur ca. 110 km, allerdings nicht immer einfach zu fahren denn manchmal war die Straße nicht breiter als der Truck. Dort angekommen fanden wir einen guten Stellplatz in der Nähe eines Dorfes und die Einwohner dort fanden auch uns ganz schnell. Schon hatten wie die ersten Datteln in den Händen, je Fahrzeug 3 Pakete. Ich mag sie ja gerne und daher freue ich mich darüber. Wir gingen zu den Pools, in denen man allerdings nicht unbedingt baden sollte.

 














 Am Abend gab es Feuer, wir hatten auf dem Rückweg reichlich Holz mitgebracht. Wir saßen alle um die Feuerschale als ein weiterer Einheimischer mit seinem Fahrzeug bei uns hielt, seinen Kofferraum öffnete, uns zwei große Holzscheite auf das Feuer legte und sich dabei mächtig freute. Wir uns übrigens auch, denn wir hatten ja wieder mit Datteln gerechnet und nicht mit Feuerholz.

 









Heute habe ich das zweite Mal mit Magy zusammen Sport gemacht, sie strengt sich mächtig an und ich freue mich, dass es ihr Spaß macht. Vor dem Mittagessen haben wir die Höhle besucht, die komplett mit Wasser gefüllt ist. Darüber gibt es eine Menge Tauben die das Wasser verunreinigen. Am Rand konnte man baden, da hier die Verunreinigungen nicht auf dem Wasser schwammen. Ich hoffe, wir überleben das jetzt, denn im Internet stand natürlich, dass man hier nicht schwimmen soll. Steht allerdings bei fast allen Gewässern. 













 

Am Nachmittag habe ich Backgammon gelernt, ist nicht so schwer und ich habe mehr gewonnen als verloren. Ob das jetzt am Anfängerglück liegt oder daran, dass ich bereits besser bin als die anderen will weiß ich nicht, ich denke aber, dass es eher das Anfängerglück ist 😊. Für morgen wurde noch die Fahrstrecke klar gemacht, denn es geht wieder weiter. Das Land ist riesig und wenn wir was sehen wollen davon müssen wir uns sputen.

 

Wir wollten ins Wadi al Hulwah unterhalb von Riad und vorher zum Taubenturm. Es kam mal wieder anders als erwartet. Die Abfahrt von der Heed Cave war am Vormittag, nachdem wir noch die Gastgeschenke der Anwohner bekommen hatten, ein großes Tablett voller Süßigkeiten. An der Wasserstation trafen wir uns wieder, dann ging es zum Supermarkt und weiter zum Taubenturm, an dem wir überlegen wollten, ob wir dortbleiben oder weiter fahren ins Wadi. 

 










 

 

Carsten, Jan und ich fuhren los, Carlos wartete noch und wollte später nachkommen. Um ins Wadi zu kommen mussten wir durch die Stadt Al Hulwah, was allerdings nicht ohne Durchquerung der Wassermassen, die über die Straßen flossen, möglich war. Aufgrund der vielen Regenfälle waren die Flüsse überschwemmt und die Dorfjugend hatte sich Papas Auto geliehen und fuhr kreuz und quer über die Straßen und durch die Wassermassen. Als man unsere Trucks sah hatten wir Begleiter in einer Menge, die man eigentlich nicht braucht. Alle waren am Jubeln und holten die Handys raus um Videos zu drehen. Viele jubelten mir zu, wohl weil sie, wie man an deren Gesichter erkennen konnte, nicht damit gerechnet hatten, dass eine Frau den Truck fährt.

 


 Schließlich besprachen wir uns, weil eine Weiterfahrt ins Wadi nicht möglich war. Ein Einheimischer sagte uns dann, wohin wir fahren könnten und wo wir sicher wären auch vor den nächsten Regenfällen. Wir waren ihnen dankbar und fuhren durch die vollgelaufenen Straßen auf die nächsthöhere Ebene wo wir trockenen Fußes aus den Trucks steigen konnten. Hier oben passiert uns nichts und wir konnten am Lagerfeuer einen ruhigen Abend verbringen.

 Hier ist zwar nichts, aber Carsten muss arbeiten und daher haben wir beschlossen, erst am Samstag weiter zu fahren. Magy und ich gingen die Ebene entlang zur Abbruchstelle und dann ins Wadi das heute bereits wieder ziemlich ausgetrocknet ist, allerdings ist es nicht das Wadi, in das wir fahren wollten. 

 















Egal, es war ein schöner Spaziergang und heute Abend haben alle zusammen gegrillt und gegessen. Das ist erwähnenswert, weil hier alle andere Essenszeiten haben. Ich üblicherweise zwischen fünf und sechs Uhr, Carsten und Heike zwischen sechs und sieben, Jan und Sis irgendwann und Carlos und Magy gegen acht Uhr. Schön, dass man sich auf eine gemeinsame Zeit einigen konnte.

 Ein relaxter Tag, weil wir nichts unternommen haben. Ich habe die Zeit genutzt um die Fahrerkabine zu säubern, mein Werkzeug umzuräumen und endlich meine Schrauben zu sortieren. Wurde mal Zeit, jetzt liegt alles griffbereit, und ich muss nicht für das Werkzeug immer hinter den Fahrersitz greifen und die schweren Kisten dort herausholen. Am Abend wollten wir in die Stadt, hörten dann aber, dass das Zuckerfest eher im Familienkreis stattfindet, außerdem fing es an zu regnen und somit ist das quasi ins Wasser gefallen. Später saßen wir noch zusammen, der letzte Abend gemeinsam mit Magy und Carlos.

 


Es hatte geschüttet heute Nacht und damit stellte sich die Frage: Kommen wir hier heraus oder ist der Boden so aufgeweicht, dass wir alle stecken bleiben. Nichts passierte und wir kamen sämtlich problemlos zur Straße. Dort verabschiedeten wir uns von Magy und Carlos, teils mit Tränen in den Augen, denn wir hatten eine lange Zeit gemeinsam verbracht und werden uns wahrscheinlich nicht noch einmal treffen. Fast 4 Monate haben wir immer wieder eine Zeit lang zusammen verbracht. So ist das beim Reisen, andererseits freue ich mich immer wieder, wenn ich Menschen kennenlernen darf die ich ohne das Reisen niemals getroffen hätte.




 

 

 

 

 

Wir hatten eine Strecke von 400 km vor uns und haben uns daher schnell auf den Weg gemacht. Das Ziel lag eigentlich in einer kleinen Stadt, aber die dortigen Plätze gefielen uns nicht, in der Stadt war nichts los und einkaufen mussten wir auch nicht. Folglich sind wir ein Stück aus der Stadt herausgefahren und wurden von einem Farmer eingeladen bei ihm auf der Farm die Nacht zu verbringen. Die Gelegenheit ließen wir natürlich nicht aus und folgten ihm. Auf seiner Farm werden Kamele gezüchtet und Ziegen, außerdem gibt es ein Stück Land auf dem Kamelfutter wächst. Auf der kleinen Plantage wachsen Dattelbäume. Sehr interessant, wir konnten eine Menge Fragen loswerden und bekamen Antworten. Außerdem erklärte er uns, wie wir morgen in die Wüste kommen können. Das ist nämlich nicht so einfach, benötigt man dort doch eine spezielle Genehmigung. Ich bin ganz gespannt. Eingeladen wurden wir zum Kaffee trinken, Datteln essen von der eigenen Plantage und zum Abendessen. Und als Gastgeschenk bekamen wir jeder eine Kiste Datteln. Nicht, dass wir nicht schon genug hätten, aber diese hier sind ausgesprochen lecker und so freue ich mich, dass ich in den nächsten Tagen diese Datteln essen kann. Das Abendessen kam dann auch noch, allerdings etwas später. Gegen 22 Uhr brachte man uns eine Spezialität aus Saudi-Arabien. Danach durften wir uns dann zurückziehen. Die Saudies waren vorher schon gegangen, denn sie wollen morgen früh aufstehen und in die Wüste fahren für 2 Tage.

 









Das ist alles Kamelfutter





Bewässerung des Kamelfutter





200 km zu fahren bis zu den Rangern, mit denen wir eine Wüstentour machen wollten. Nach ca. 100 km mussten wir anhalten weil Carsten sich am Bein verletzt hatte und die Wunde versorgen wollte. Zufällig war dies direkt gegenüber eines Beduinencamps und wir wurden zum Mittagessen eingeladen. Man teilte mit uns was man hatte. Danke, so konnte ich endlich mal sehen, was in den großen Wagen vorhanden ist.








Gegessen wird auf der Erde mit der rechten Hand


 

Dann weiter zu den Rangern, bei denen wir gegen halb vier am Nachmittag eintrafen. Der allererste Eindruck war: die sind aber nett, dann erlebten wir leider auch eine andere Seite. Eine Erlaubnis hatten wir nicht, aber nach dem Kaffeetrinken und Datteln essen gaben wir unsere Reisepässe ab und erhielten die Erlaubnis. D.h., wir durften mit den Rangern in die Wüste, allerdings nur mit deren Fahrzeugen und deren Fahrern. Klar, wer kann schon Dünen fahren außer den Rangern. Leider kam man zunächst auf die Idee, dass für 5 Personen exclusive Fahrer ein Fahrzeug ausreichend ist. Wir sahen das anders und es dauerte mindestens 10 Minuten, bis sich endlich ein Fahrer aufraffte und das zweite Auto in Gang brachte. Vorher hatte man uns ausdrücklich gesagt, dass wir zwar eine Nacht hier oben verbringen könnten, am nächsten Morgen aber zu verschwinden hätten. Nach der Tour, die statt einer Stunde nur eine halbe dauerte entschlossen wir uns, sofort vom Bergplateau herunter zu fahren und vor der Abbruchkante zu übernachten. War sicherlich eine gute Idee, denn oben machte der Generator derart laute Geräusche, dass an eine ruhige Nacht nicht zu denken ist. Hier unten fühlen wir uns wesentlich wohler und aus den Augen der Ranger. Hoffentlich gibt es heute Nacht nicht noch mehr Gewitter, eins hatten wir bis jetzt schon. Langsam reicht es mit dem Regen, andererseits kühlt es natürlich immer gut ab.

 









Wir sind nicht von den Rangern vertrieben worden und konnten in aller Ruhe die „Zelte“ abbrechen und in die Wüste fahren. Der Plan war ca 120 km Landstraße und dann eine Stelle suchen um offroad fahren zu können. Ist hier offensichtlich kein Problem, denn die Stelle war schnell gefunden. Eine alte Schotterpiste die teilweise mit Sand bedeckt war machte das Reinfahren einfach. Nur, dass Jan gleich im ersten Sand steckengeblieben ist. Daraufhin haben wir alle erstmal den Reifendruck geändert, ich habe auf 3,5 bar abgelassen und konnte so jede Sandstelle gut überwinden. Am Ende suchten wir uns eine geeignete Stelle zum Übernachten und stellten dann fest, dass wir nur ca. 4 km von der Hauptstraße entfernt stehen, denn man konnte von Weitem die LKW dort fahren sehen.

 








 

 

 Internet hatten wir auch und somit war alles geregelt. Zum Sonnenuntergang sind wir die Dünen hochgegangen, leider gab es dann viele Wolken so dass der Untergang ohne uns stattfand. Danach gab es dann einen Sandsturm und ich darf wieder alles putzen.

 


















 

 

 

 

 https://www.youtube.com/watch?v=iG2WdeYdHTc

 

Auch in der Nacht gab es weiterhin Sandsturm und alles war leicht gepudert. Gegen 10 Uhr sind wir weitergefahren, wieder ca. 120 km Landstraße und nochmals in die Wüste. Die Schotterpiste machte einen guten Eindruck, bis ich, da ich als Erste fuhr, vor einem Sandwall stand an dem es nicht mehr weiterging. Da wir vorher den Luftdruck für die Straße wieder heraufgefahren hatten durften wir jetzt wieder ablassen, denn mit dem normalen Luftdruck wären wir die Sandpiste nicht hochgekommen. Alles hat funktioniert wie es sollte und wir haben nach ca. 10 km einen schönen Stellplatz gefunden irgendwo im Nirgendwo, aber wieder ca. 4 km von der Hauptstraße mit Internetanschluss. Was will man mehr. Feuer gab es auch noch und alles ist in Ordnung.

 











Wir wussten ja, dass es ein stressiger Tag wird. Wie stressig, das stellte sich dann erst am Abend heraus. Zunächst raus aus der Wüste, es waren noch ungefähr 5 km Sandpiste zu fahren und dann am Ende auf dem letzten Sandflecken die Reifen wieder mit Normaldruck befüllen. War kein Problem, dauerte nur etwas länger. Carsten fuhr als Erster raus auf die Straße, Jan sollte folgen, blieb jedoch tief im Sand stecken, und das 2 m vor der Teerdecke. Reifendruck ablassen wäre eine Lösung gewesen, wir nahmen die andere, nämlich mit dem KAT den Truck herausziehen. Hört sich einfach an, Abschleppseil anbringen und anfahren. Kein Problem, allerdings musste der Truck auf die Straße gezogen werden und der KAT somit quer über die Straße fahren. Und weil PKW-Fahrer ja mit nichts was zu tun haben und blindlings jede Lücke zum Überholen und Vorbeifahren nutzen hatte ich schon leichte Bauchschmerzen bis ein Polizeiwagen kam, der die Straße kurzerhand absperrte. Ein kurzes Anziehen und schon war der Truck befreit und weiter ging die Fahrt. Die Strecke war ca. 230 km lang, es ging bis auf 2.300 m hoch, zwischendurch waren noch Essen gehen und Einkaufen angesagt, so dass wir letztendlich gegen 4 Uhr am Ziel ankamen. Herrlich hier zu stehen, am Fuße der Berge – auch wenn sie noch ca. 2 – 3 km entfernt waren – keine tolle Aussicht. Es dauerte auch nicht lange, da kamen die Einheimischen um uns zu begrüßen und zu fragen, ob wir irgendetwas bräuchten. Wir verneinten, und dann ließ man uns allein. Es sah alles nach Gewitter aus und so beschlossen wir, uns in die Fahrzeuge zu verkriechen. Schade eigentlich, denn ein Ausklang mit Lagerfeuer ist immer schöner und gemütlicher.

 







Der Plan war, hier 2 Tage stehen zu bleiben. Carsten musste arbeiten und wir wollten zu den Bergen laufen. Leider kam es wieder einmal anders. Schon früh kam ein Armeeangehöriger der uns sagte, dass wir hier nicht stehenbleiben können, es sei militärisches Sperrgebiet. Stand zwar kein Schild, aber wir glaubten ihm natürlich, packten unsere Sachen und fuhren ein Stück weiter. Nach weiteren zwei Stunden kam ein Einheimischer der uns mitteilte, dass wir hier nicht stehen könnten, da auch hier militärisches Sperrgebiet sei – eben das Grenzgebiet zum Jemen. Also wieder eingepackt und kurz vor dem Mittagessen weitergefahren. Die Strecke sollte 150 km lang sein und es dauerte, da die Straße sich durch die Berge schlängelte. Eine kurze Rast mit Mittagessen und weiter ging es. Ca. 80 km vor dem Ziel meinte Heike, sie habe in 20 km Entfernung einen See gesehen, ob wir nicht dorthin fahren könnten. Wir einigten uns darauf und fuhren los. Fast am vermeintlichen Ziel stellten wir fest, dass es zwar einen Stausee gibt – denn wir haben den unterhalb des Damms gestanden – aber dort hochfahren ist nicht möglich. Auf der Suche nach einem anderen Stellplatz mussten wir durch das komplett alte Dorf fahren, ein Unterfangen, das nicht immer einfach war, denn die Straßen waren teilweise nicht wesentlich breiter als der KAT. Am Schluss haben wir außerhalb des Dorfes einen relativ einsamen Platz gefunden.






 

Kurz nach Ankunft fanden uns auch die Einheimischen und begrüßten uns. Auch am Abend kam eine Gruppe von 6 Männern die uns begrüßten und zum Abendessen einladen wollten. Wir waren noch satt vom Mittagessen und fragten, ob wir die Einladung für morgen annehmen dürften, heute wären wir satt. Ja klar, aber sie würden in ca 1 Stunde mit Kaffee wiederkommen. Es dauerte dann nur eine halbe Stunde und dann kamen sie mit einer riesigen Platte Obst, Datteln, fresh creme (für die Datteln, zusammen ein Genuss) und natürlich mit Kaffee und Tee. Es war ein netter Abend, morgen wollen sie uns gegen 3 Uhr abholen, uns den Ort zeigen und wir sind zum Essen eingeladen. Ich bin gespannt was das gibt.

 Zunächst hatten wir uns für heute vorgenommen die Fahrzeuge zu reparieren und zu reinigen. Wurde auch Zeit, denn durch die Wüste zu fahren bei Sandsturm beinhaltet immer, später den Sand wieder zu entfernen. Ich musste Öl nachfüllen, die Ölschleuder säubern, den Luftfilter reinigen, die Schrauben der Zylinder für die Feststellbremse kontrollieren, das Fahrerhaus einer Grundreinigung unterziehen. Am frühen Nachmittag war ich fertig und wir bereiteten uns auf die Verabredung vor. 3 Uhr. Zunächst kam allerdings Zaid, ein 65-jähriger Mann, der hier in der Nähe wohnt und uns Brot, Honig, Butter, Kaffee und Tee brachte. Es dauerte seine Zeit mit ihm zu essen was nicht tragisch war, denn unser Abholservice kam nicht. Nicht um 4 Uhr, nicht um 5 Uhr und nicht um 6 Uhr. Auf die Anfrage, wann sie denn kommen würden erhielten wir lediglich die Kurzmitteilung „Hi“. Ok, dann eben nicht. Haben die jungen Burschen sicherlich eins auf die Nase bekommen von Mama, denn die hätte für uns kochen müssen. So verbrachten wir zunächst noch eine kurze Zeit am Feuer und später im KAT, denn es begann zu regnen.

 Eigentlich wollten wir zum alten Dorf, aber Jan und Carsten wollten zunächst einige Lackierarbeiten beenden. Gegen Mittag kam Zaid und sein Freund Ali. Ali lud uns zum Mittagessen ein und sie wollten uns die alten Turmhäuser zeigen. So brauchten wir nicht alleine dorthin gehen und bekamen auch noch Erläuterungen zu den Gebäuden.

 

































 

 

 

Sehr interessant und lecker ebenfalls, denn Ali hatte für uns gekocht. Reis mit Huhn und Kamelfleisch. 

 













 

 

 

 

 

 

Wir aßen bis zum Platzen. Anschließend gingen wir zu unseren Fahrzeugen und es dauerte nicht lange und Ali kam mit einem riesigen Topf Reis und übergab ihn uns für das Abendessen. Ich platze bald, wenn das so weitergeht.

 Wir wollten ins Wadi Al Hayad, ca 110 km entfernt. Als wir gerade starteten kam Zaid und wollte uns zum Mittagessen einladen. Dies haben wir abgewehrt, allerdings brachte er uns noch zu einer Stelle an der wir Wasser tanken konnten, auch wenn das 20 km Umweg bedeutete. Die Strecke war einfach nur schön, wenn auch sehr anstrengend zu fahren. Zwischendurch mussten wir durch Wasser fahren, weil es stark geregnet hatte und das Wasser aus den Bergen durch die Wadis und über die Straßen läuft. Gut, wenn man vorbereitet ist. Leider konnten wir die Stelle nicht anfahren weil keine Einfahrt ins Wadi führte oder wir die Straße verpasst hatten. Am Ende der Fahrt fanden wir trotzdem noch einen schönen Stellplatz etwas oberhalb des Wadi für die Nacht. Morgen soll es weitergehen, ich werde wohl ein paar Tage alleine sein denn ich will an einen See der auf dem Weg zum Meer liegt.

 














 

 

 

 

 

 

Meine Güte war das eine Fahrt. Hätte kaum schlimmer sein können. Bis zu 40 % bergauf und bergab, Bremsen heiß geworden, und ich musste stehen bleiben damit sie sich abkühlen. Und am Schluss auch noch ein schwerer Unfall auf der Stecke, bei dem die Mentalität der Saudis beim Autofahren so richtig sichtbar wurde. Man stelle sich eine zweispurige Straße vor, also eine Spur je Seite und da stehen die dann in mindestens 3 Reihen damit sie am Unfallort vorbeikommen. Die gelegentliche 4. Reihe verhinderte dann, dass der Gegenverkehr fahren konnte. Unglaublich, und die Polizei steht daneben und quatscht gelegentlich mit den Fahrern. Als ich die Unfallstelle passiert hatte standen die Autos ebenfalls auf meiner Fahrbahn und einer zeigte mir dann ganz frech, ich solle doch den Standstreifen nutzen, der allerdings eine Schräge von mindestens 60 Grad hatte. Warum sollte ich? Ich bin dann stumpf stehengeblieben bzw. so dicht an die entgegenkommenden Autos herangefahren, dass diese ganz schnell merkten, dass ich wohl stärker bin als sie und auswichen auf die dichte „dritte“ Spur. Was für ein Chaos. Und so muss man sich die Saudis beim Autofahren immer vorstellen. Egal ob eine Lücke ist oder nicht, ich fahre dadurch. Gestern ist es mir passiert, dass ich am Checkpoint langsam durchfahren wollte, einer direkt von links kam, mich quasi an die Seite drängte – er hatte keine andere Chance, denn von vorne kam ebenfalls ein Auto – und sich vordrängelte. Hätte ich nicht angehalten hätte er sich die Seite komplett kaputtgefahren. Aber will man diesen Stress in einem fremden Land dessen Sprache man nicht versteht? Also, besser bremsen  und abwarten. Genauso, wie mal wieder ein Auto mit Jugendlichen – ich gehe davon aus, dass hier die Kids bereits ab 12 Jahre fahren – mehrfach neben mir herfuhr und Fotos machen und mit mir quatschen wollte. Ich habe ihnen dann kurz erklärt, ich hätte zu tun weil ich gerade 21 Tonnen bewege und keine Zeit für solche Spässe, das scheinen sie schnell verstanden zu haben, denn sie fuhren mit viel Gejohle weiter.

























 

Am Stellplatz angekommen – am Zufluss des Sees der sich hier unweit befindet – bekam ich schnell Besuch von einem Einheimischen der mir sagte, ich solle hier nicht übernachten, es wäre viel zu gefährlich für mich, hier würden viele Illegale aus Afrika sein. Ich sagte ihm, dass ich zunächst mal abwarten wolle was passiert, denn ich hatte wenig Lust meinen KAT auf sein Grundstück zu stellen. Ich brauche mal Ruhe und Einsamkeit in der Natur. Und die bekomme ich hier.

 


 

2 Kommentare:

  1. 1. Hospitality: People in Saudi Arabia are known for their generosity and warm hospitality towards visitors.

    2. Culture: Saudi Arabia is rich in culture and has a unique blend of traditional and modern architecture, art, music, and cuisine.

    3. Natural Beauty: Saudi Arabia has stunning landscapes, beautiful beaches, and impressive natural treasures such as the Red Sea and the Arabian Desert.

    4. Religious Significance: Saudi Arabia is home to the two holiest sites in Islam, the Grand Mosque in Mecca and the Prophet's Mosque in Medina, which attracts millions of visitors every year.

    5. Safety: Saudi Arabia is considered to be one of the safest countries in the Arab region, and has a low crime rate, which makes it a popular destination for tourists.

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    1. Hello, You are completly right. I enjoy Saudi-Arabia very much. Thanks

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