Einige sind gefahren, andere noch geblieben. Außer uns drei LKW blieben noch die Berliner, aber natürlich gesellten sich weitere Fahrzeuge hinzu und ich glaube, am Abend standen hier insgesamt 15 Fahrzeuge. Außer einem kleinen Spaziergang und einer netten Bootsfahrt, die teuer und kurz, und trotzdem schön war, ist auch nicht passiert.
Ein Abschied, wieder einmal, und wahrscheinlich sieht man die wenigsten wieder. So ist das Leben als Reisende. Weiter geht es in den Ort Tarfaya, der schon beim Reinfahren einen anderen Eindruck macht als die bisher durchfahrenen Orte. Vorher ein kurzer Stopp beim Salzwerk.
Das Mittagessen war lecker und preiswert, der Ort selbst etwas verschlafen, aber nett. Hier steht ein riesiges Haus im Wasser, das man nur bei Ebbe besuchen kann. Verfallen, vom Salz zerfressen, muss ich mir mal ansehen. Leider ist Flut und damit gibt es keine Möglichkeit mehr heute.
Viel ist passiert. Erst einmal habe ich mein Fahrzeug reichlich gereinigt, auch in den Ecken, die ich selten mal säubere, wie z.B. der kleine Raum, in dem sich die Heizung befindet. Und die Fenster mussten dringend geputzt werden, ich konnte nicht mehr durchsehen vor lauter Sand. Dann noch den Alk. verstecken, denn die Grenzer in Mauretanien sind sehr erpicht darauf, etwas zu finden. Und das Fahrerhaus musste ebenfalls vom Sand befreit werden. Mittags kam Magy und ich schaute mal heraus und sah, dass noch Ebbe ist. Also schnell mein Handy geschnappt und ab ging es zum verlassenen Haus im Wasser. Gerade noch rechtzeitig, denn die Flut kam schon wieder.
Später dann ging ich mit Magy in den Hafen und wir bekamen eine große Tüte voller frischem Fisch geschenkt. Der musste natürlich noch ausgenommen werden. Wir teilten ihn und jeder bekam so viel, dass es noch für die Truhe reicht.
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Dann wollte ich zum Sonnenuntergang mich zu Carsten und Heike gesellen als ich sah, dass sich der Rettungswagen im Sand am Strand festgefahren hatte. Aber richtig. Heike und Carsten halfen mit Sandblechen und ich mit einem Abschleppseil. Es dauerte, weil die Räder mehr als die Hälfte im Sand steckten und das Fahrzeug natürlich auf dem Sand stand. Letztendlich gelang es aber und ich brauchte den KAT nicht heranholen. Das wäre wohl die letzte Alternative gewesen. Danach schmeckte der Absacker um so besser.
Noch einmal Tarfaya, heute mit Kopfschmerzen. War wohl etwas viel gestern. Dafür war heute ein relaxter Tag, Wäsche waschen und den Blinker reparieren, viel mehr war nicht notwendig. Dann noch etwas spazierengehen, einkaufen und den Sonnenuntergang genießen. Kann das Leben schöner sein? Ja, genauso, nur ohne Kopfschmerzen bitte.
Unspektakulär, außer, der Sonnenuntergang, der war mal wieder ganz schön. 60 km weitergefahren Richtung Dakla, an einen netten Platz zwischen den Dünen. Ein Strandspaziergang und die Polizei, die uns erzählte, dass von hier aus nachts immer Menschen versuchen, mit Booten nach Spanien herüberzukommen. Die seien gefährlich, und darum sollten wir hier nicht übernachten. Mal sehen, was die Nacht so bringt. Glauben tue ich das nicht wirklich.
War schon ein komisches Gefühl heute Nacht, als ich gegen 12 Uhr nochmals wach wurde. Ich schaute aus den Fenstern und sah rundherum Scheinwerferlicht kreisen. Nicht, dass es mich erreicht hätte, dafür war es zu weit weg. Aber man vermutete offensichtlich doch, dass Flüchtlinge hier zum Strand kommen um nachts mit dem Boot nach Spanien zu fahren. Na jedenfalls ist uns nichts passiert und so wollten wir morgens weiterfahren nach El Aaiun. Zunächst zum Wasser tanken, dann zum Mittagessen und einkaufen. Bevor wir starten konnten kam Carsten und erläuterte uns sein Problem. Seine Wasserpumpe hat einen Fehler und muss repariert oder ausgetauscht werden. Nach einigem Hin und Her einigten wir uns darauf, dass er meine Ersatzpumpe mitnimmt und im Industriegebiet versucht, seine alte Pumpe reparieren oder meine einbauen zu lassen. Wir fuhren zunächst Wasser tanken und Carsten kam ebenfalls. Sie hatten es sich anders überlegt und wollten gleich an unserem nächsten Halt die Pumpe tauschen. Die eigene ist 15 Jahre alt, besser wird die auch nicht durch eine Reparatur. Also ging es nach dem Holz einsammeln (das lag am Straßenrand herum, offensichtlich liegengeblieben von einem Unfall) in die Stadt, das Restaurant war schnell gefunden, allein der Obst- und Gemüsemarkt hatte sich irgendwie versteckt und wir mussten mehrmals fragen bis uns letztendlich ein Einheimischer hinbrachte. Ein Paradies für Obst- und Gemüsefans. Und daneben gab es Fisch, Fleisch und weitere wichtige Produkte, also quasi ein Supermarkt mit vielen kleinen Geschäften. Den Weg zurück fuhren wir allerdings mit dem Taxi. Ca. 3 km für 1,20 Euro. Geht ja mal. Dann ging es weiter zum ausgesuchten Platz mit einer kurzen Unterbrechung, Carsten war zu schnell gefahren und musste den Standardstrafzettel dafür bezahlen, 15 Euro für 10 km zu schnell. Schließlich erreichten wir den Stellplatz und hoffen, hier zwei ruhige Nächste verbringen zu können ohne Scheinwerfer, dafür morgen mit einigen kleineren Reparaturen. Denn mein Wasserfilter ist undicht und ich muss wir was dazu einfallen lassen. Ist ja nicht das erste Mal, mit diesem Filter habe ich häufiger Probleme.
Ein ruhiger Tag, nur einige Kleinigkeiten, die erledigt werden mussten wie z.B. Öl kontrollieren und Staufächer vom Sand befreien. Carsten musste seine Wasserpumpe austauschen, zum Glück hatte ich eine Ersatzpumpe mitgenommen die ich ihm geben konnte. So waren die Männer den Vormittag über beschäftigt und wir Frauen taten das, was schon früher die Aufgaben der Frauen waren, Feuerholz sammeln, Feuer machen, Fisch, Fleisch und Gemüse grillen damit die hungrigen Männer mittags ihr Essen auf dem Tisch stehen haben. Leichter Fischgeruch kam nicht nur von unserer Mahlzeit, sondern auch von dem riesigen Fischereihafen in der Nähe (15 km entfernt) und der Wind scheint heute ungünstig zu sein.
Eine kleine Wanderung über die Dünen brachte mich auf die Idee, zu den Steinen, die man von Ferne sehen konnte, zu laufen. Hier gibt es eine lange Wallanlage, die offensichtlich als Schutz für die Soldaten diente. Wäre interessant zu wissen, was hier passiert ist.
Weiter fuhren wir nach Boujdur, einer relativ großen Stadt in der Westsahara, die offensichtlich in den letzten Jahren viel Geld bekommen hat, denn Straßen, Parkanlagen und viele Häuser sind neu errichtet. Carlos musste zur Wäscherei, daher stellten wir die Fahrzeuge auf einen Platz in der Stadt, direkt am Markt. Morgen wollen wir zum Markt und dann weiterfahren. So heute der Plan, allerdings soll es morgen den ganzen Tag regnen, und da kommt das vielleicht nicht so gut, wenn wir hinter den Dünen stehen. Mal sehen, wie wir uns entscheiden werden.
Erst einmal ist Mittagessen angesagt und dann ein Spaziergang zur Hafenpromenade. Weiter kamen wir nicht, denn dann fing es bereits zu regnen an. Also zurück zu den Fahrzeugen und warten was kommt. Später hörte der Regen auf und wir konnten noch eine Zeitlang draußen sitzen.
Wir haben uns entschieden hier noch eine Nacht zu verbringen. Soll mir recht sein. Die Verabredung um 10 Uhr zum Markt haben wir alle eingehalten, dann jedoch bin ich schnell zurück, ich brauchte nur Obst und Salat und konnte dem Regen entfliehen. Am Nachmittag waren Spaziergänge zwischen den teils heftigen Regenschauern möglich. Zunächst zur neuen Moschee, die schon reichlich Beschädigungen hatte, und dann zum alten Hafen, wo die Wellen sich an der Mauer brechen. Jetzt weiß ich auch, warum die Bordsteinkanten hier so hoch sind. Das Wasser fließt durch die Straßen und kommt nicht so hoch, dass die Häuser gefährdet sind. Nachher soll es aufhören zu regnen, dann werde ich sicherlich schon tief und fest schlafen.
Wieder ging es weiter, aber vorher wird noch der Wasserfilter gecheckt. Denn der ist seit langer Zeit immer wieder undicht. Natürlich auch jetzt. Die Auffangschale war halb voll, und das kam nicht vom Regen der gestern und heute Nacht hier niederkam. Nach zwei Stunden waren wir an einem wunderschönen Platz angekommen und nach dem Mittagessen habe ich mich um die Filter gekümmert. Diesmal alleine, denn ich wollte Carsten nicht schon wieder belästigen. Ich komme mir wieder vor die damals in dem Film „und täglich grüßt das Murmeltier“. Hatte ich schon einmal, damals war es die Lichtmaschine. Natürlich ging erst einmal Einiges schief und dicht ist der Filter immer noch nicht, obwohl ich Dichtmittel genommen habe und eigentlich keine Lücke mehr frei sein sollte. Ich werde morgen nochmal nachschauen, vielleicht muss ich noch mehr abdichten.
Später dann bin ich hier spazieren gegangen und habe dabei einige nette Tiere getroffen, so eine Raupe, einen Schmetterling der nicht wegflog und zwei große Schwärme kleiner Heuschrecken. Wie ich immer schon behauptet hatte, die Wüste lebt. Und jetzt, nach dem Regen der letzten beiden Nächte und vom gestrigen Tag blühen sogar reichlich Blumen hier. Ein wirklich schöner Platz und ruhig obendrein. Und außerdem heute mal fast ohne Wind.
Nichts Spannendes ist passiert, außer, dass Magy und ich durch und um die Oase gelaufen sind. War sehr interessant, wie sich die Natur innerhalb so kurzer Zeit verändert. Alles grünt und blüht. Und die Bäume wachsen hier in Richtung des Windes, und wenn es nicht anders geht, dann eben auf dem Boden entlang.
Ach ja, morgens habe ich noch den Filter herausgeschraubt um einen letzten Versuch zum Abdichten zu starten. Zunächst habe ich mal die alte Dichtmasse beseitigt, denn die funktionierte ja nicht. Dann eine neue Dichtmasse außen herum aufgetragen in der Hoffnung, dass damit der kleine Haarriß schließt. Ein kurzes Gespräch mit Carlos hat mich überzeugt, dass ich noch Loctide benutzen soll um den Riss von innen abzudichten. Gesagt, getan, nur dass mein Loctide nicht funktionierte. Es härtet nämlich nur unter Verschluss aus. Also hat Carlos ausgeholfen und dann war warten angesagt. Ab Spätnachmittag dann das Einschrauben des Filters und bangen beim Wasser aufdrehen. Und siehe da, es hat funktioniert, jedenfalls für den Moment. Ob es morgen noch gut aussieht werde ich dann mal kontrollieren vor der Abfahrt.
Weihachten nähert sich und wir wollen dann in Dakhla sein. Folglich verlassen wir den Platz, um 40 km weiter südlich zu einem kleinen Fischerdorf zu fahren, zumindest für eine Nacht. Angekommen dort stellten wir schnell fest, dass dieser Platz nicht für uns gemacht ist. Ein übler Fischgeruch lag in der Luft und aus unserer Sicht würde sich das heute auch nicht mehr ändern, denn der Geruch scheint hier schon länger zu verweilen. Die alten Fischgebäude sind leer und stinken vor sich hin. Da kann man nur weiterfahren, und unsere Idee war dann, nach Dakhla durchzufahren. Denn hier gibt es SIM-Karten und Carlos hat gerade kein Internet mehr. Außerdem soll die Lagune wunderschön sein. Gut, kann man ja schon mal machen. Allerdings ist diese Lagune sehr langgezogen (ca. 40 km), am Anfang ist ein Platz voll mit weißen Wohnmobilen, die hier offensichtlich zum Kidesurfen stehen und danach ist der halbe Strand zugebaut oder wird zugebaut, so dass es an schönen ruhigen Plätzen fehlt. Nach dem SIM-Karten-kaufen sind wir daher bis an das Ende der Landzunge gefahren, also 10 km hinter der eigentlichen Stadt und stehen jetzt hier am Wasser in der Nähe der Fischerhütten. Die werden wir dann morgen mal besichtigen laufen.
Arbeit war angesagt. Wir waren am Morgen zu den Fischern gelaufen und haben uns alles angesehen. Nur zu den Lagerhütten durften wir nicht, und diese auch nicht fotografieren. Hatte allerdings die Fotos schon im Handy als man uns das sagte. Dann ging es zum Strand um die Boote zu besichtigen. Ein Boot kam gerade zurück von der Tour und wurde mit dem Trecker herausgezogen. Die Fischer winken uns zu ihnen zu folgen und wir bekamen 4 große Fische geschenkt und zwei Mandarinen. Marrokanische Gastfreundschaft eben. Der erste meiner beiden Fische landete direkt in der Pfanne und war ausgesprochen lecker, den zweiten gibt es morgen vom Grill.
Am Nachmittag musste ich einkaufen und brauchte das Quad dazu. Die Stadt Dakhla hat wirklich nichts Reizvolles. Und schlecht riechen tut es auch. Da war ich froh wieder am KAT zu sein.
Morgen bekommen wir Besuch, Markus und Jasmin, die ich im Iran im Dorf getroffen habe, werden hier eintreffen. So deren Plan. Mitbringen werden sie noch Sven, wer auch immer das ist, ich werde ihn ja kennenlernen. Sie wollen mit uns Weihnachten zusammen verbringen, ich freue mich drauf.
Heute ist der Wind so stark, dass ich die Wäsche im Badezimmer trocknen lassen muss. Wir haben zwar noch einen Spaziergang gemacht damit man sich mal bewegt, aber ansonsten eher drinnen als draußen gesessen.
Gespannt wartete ich heute auf die Nachricht, wann wohl Jasmin, Markus und Sven hier eintreffen. Ich hatte vor einigen Wochen mitbekommen, dass sie beabsichtigen, nach Marokko zu fahren und hab sie gefragt, ob sie sich nicht beeilen könnten um nochmals mit mir ein paar Tage zu verbringen. Ich kannte sie aus dem Iran, sie hatten mich besucht als ich mit dem Motorschaden dort stand. Und siehe da, sie sagten zu und kamen gegen Mittag an. Welch eine Freude, hatte ich die beiden doch schon lange in mein Herz geschlossen. Und so verbrachten wir einen gemütlichen Nachmittag und Abend zusammen und lernten dabei auch Sven kennen, den Markus und Jasmin im Schlepptau mitgebracht hatten. Gleich beschlossen wir auch noch, Weihnachten zusammen mit ihnen zu verbringen und Heike bestellte gleich den Tisch für 8 Personen anstelle von 5. Ich freue mich. Ich hatte damals nicht damit gerechnet, sie nochmals irgendwo wiederzutreffen. Aber beim Abschied hatte ich vor zwei Jahren gesagt, man sieht sich irgendwann irgendwo wieder, und es war mal wieder richtig.
Wir waren irgendwie am Morgen alle noch nicht richtig fit, obwohl gestern Abend keiner von uns Alkohol getrunken hatte. Und so klüngelten wir etwas herum, ich mit Quatschen, Jasmin mit Wäsche waschen, Magy mit Video schneiden, Carlos mit Strecke festlegen bis ich einen KAT an uns vorbeifahren sah. Ich wunderte mich noch, wo ja eigentlich die KAT die KAT-Fahrer wenn sie denn einen anderen KAT treffen zumindest anhalten und hallo sagen. Es dauerte dann auch nicht lange und sie kamen wieder um uns zu begrüßen. Und so fingen wir an uns gegenseitig auszufragen nachdem woher und dem wohin und siehe da, sie haben das Visum für Mauretanien ab dem 29.12.2025, genauso wie wir. Jetzt war klar, dass wir wohl zusammen fahren werden, zumindest bis Mauretanien rein und dann wahrscheinlich noch weiter. Jedenfalls haben wir zusammen schon mal eine gute Zeit verbracht und sehen dann weiter.
Ein turbulenter Tag, hatte allerdings nichts mit Reisen zu tun, sondern mit meinem Ex. Der ist verstorben und ich musste mich von hier aus etwas kümmern. Denn er bewohnte noch immer meine Wohnung.
Carsten und Heike kamen zu uns und wir verbrachten zusammen einen schönen Abend und überlegten, morgen Richtung Restaurant zu fahren.
Wir wechselten den Platz und Carlos und ich versuchten Wasser zu bekommen für unsere Tanks. Keine Chance. Die eine Stelle hatte nur Wasser zum Blumen gießen, die andere eine Quelle mit Schwefelwasser. Also weiterfahren und hoffen, dass wir noch eine Chance bekommen.
Ich fuhr mit dem Quad in die Stadt zum Einkaufen und fand eine Tankstelle, die den KAT waschen kann. Mach ich dann in den nächsten Tagen mal. Ob die Wasser haben hatte ich nicht gefragt. Wir werden sehen. Der Sturm hatte sich nicht gelegt, sondern wurde noch heftiger, zum Vergnügen der Kidefahrer, zu unserem Ärger. Aber wir können es nicht ändern.
Carlos ist mit meinem Quad gefahren um zu sehen, ob und wo wir Wasser bekommen können. Er kam zurück, aber vor ihm kam schon der LKW mit dem Wassertank oben drauf. Wir konnten alle unsere Tanks füllen, mussten allerdings ca 10 Euro pro Fahrzeug dafür bezahlen. Kein Problem. Es ist das dritte Mal, dass ich auf Reisen für das Wasser bezahle.
Am Nachmittag fingen die Bauarbeiten an und durch den Wind wurden wir permanent zugestaubt. Ich suchte schnell einen anderen Platz und wir wechselten. Nur ca. 500 m weiter und alles war gut. Wir hoffen jetzt auf eine ruhige Nacht und darauf, dass der Wind endlich weniger wird.
Mein Enkelkind ist geboren, es ging alles ganz schnell, quasi eine Sturzgeburt. Ich freue mich, dass alles gut verlaufen ist.
Jetzt noch schnell einkaufen, die Kühltruhe vollmachen, denn wir fahren am 29. Nach Mauretanien, da sollen Obst und Gemüse nicht so reichlich und wenn, dann teuer vorhanden sein.
Jetzt ärgern uns die Bauarbeiter schon wieder, sie reißen die Straße auf, die sie vor nicht allzu langer Zeit gebaut hatten. Das soll mal einer verstehen.
Am Abend dann das Weihnachtsessen, das nicht so gelungen ist wie geplant. Wir hatten in einem Restaurant einen Tisch für zehn Personen bestellt und waren alle gegen 18 Uhr dort, um vorab einen Cocktail zu trinken. Dann legte uns der Kellner die Menüs des heutigen Abends vor. Auf Nachfrage erklärte er uns, dass es heute Abend kein Essen nach der Karte gibt, sondern nur die Menüauswahl, wobei man zwischen zwei Menüs wählen konnte, und beide enthielten Fisch. Klar, wir sind ja an der Küste. Aber es gibt auch Menschen, die keinen Fisch essen wollen bzw ihn nicht mögen Zwei aus unserer Gruppe verabschiedeten sich, denn ihnen gefiel es nicht, dass kein Essen nach Karte ausgewählt werden konnte. Klar, ich war auch nicht wirklich glücklich damit, denn das hätte uns der Kellner ja auch bei dem ersten Besuch und der Reservierung mitteilen können. Jedenfalls war das Essen köstlich, wenn auch für marokkanische Verhältnisse etwas teuer. Dafür gab es Alkohol im Ausschank.
Wir zogen wieder um, diesmal zum Flamingo Bay, der sich ohne Flamingos vorstellte. Sven, ein Alleinreisender verabschiedete sich von der Gruppe, er wolle ein paar Tage alleine bleiben, fuhr dann aber zu dem Kidesurfpunkt, an dem reichlich andere Wohnmobile standen. Ok, jeder, wie er mag. Wir fuhren 50 km weit und hatten einen wunderschönen einsamen Platz gefunden, wo sogar schon ein Grillplatz vorbereitet war. Wir wollten grillen, und das kam uns sehr entgegen. Allerdings wurden wir ziemlich genervt von den hunderten von Fliegen hier, die natürlich mitessen wollten. So aß jeder in seinem Wohnmobil und wir trafen uns anschließend wieder zum Spazierengehen, relaxen und zum Sonnenuntergang.
Einfach nur schön hier, spazierengehen, den Austernfischern zusehen, mit allen zusammen sein und Langeweile schieben. Ein schöner zweiter Weihnachtstag.
Und noch ein Tag, an dem man relaxed, denn die harten Tage kommen noch
Wie bereits vermutet war es ein anstrengender Tag.
Am frühen Morgen war erst einmal Abschied nehmen angesagt, denn wir müssen Jasmin und Markus in Marokko verlassen. Wie immer, wenn man liebgewonnene Menschen verlassen muss ist das nicht einfach, und so kullerten ein paar Tränen. Aber irgendwann und irgendwo sieht man sich wieder. Und das ist in diesem Fall gesetzt. Ich wünsche beiden noch einige schöne Wochen in Marokko und einen guten Heimweg. Auf das Wiedersehen freue ich mich jetzt schon.
In die Nähe der Grenze fahren, macht 280 km, Wasser und Diesel tanken. Hört sich alles nicht schlimm an, aber vier Fahrzeuge wollen betankt werden und die Wasserstellen mussten wir zunächst noch finden. Die erste war versiegt, die zweite funktionierte, nur dauert es eben, wenn man 800 l Wasser tanken will. Schließlich waren wir angekommen, an einem wunderschönen Platz hinter einer riesigen Düne. Schade, dass wir nur eine Nacht bleiben. Dafür bescherte uns der Himmel einen wunderschönen Sonnenuntergang. Morgen sind es noch 50 km zur Grenze. Bin gespannt, wie das abläuft, soll ja etwas chaotisch sein dort. Dem Fixer haben wir schon Bescheid gegeben, er wird uns helfen die Grenzformalitäten für Mauretanien zu erledigen.
Es ist geschafft. Unglaublich, ich hatte schon wieder Schwierigkeiten, die nicht von meiner Seite herrührten.
Aber erst einmal verabschiedete sich Marokko mit einem der schönsten Sonnenaufgänge. Fast eine Stunde lang zeigte sich der Himmel von seiner schönsten Seite, von tiefschwarz über rot bis hin zu gelb und natürlich am Ende ein strahlendes Blau. Danke, da zeigte sich Marokko noch einmal von seiner schönen Seite.
Auf zur Grenze, 50 km waren schnell erledigt, danach wurde es interessant. Die marokkanische Grenze sollte eigentlich kein Problem sein, denn wir fahren ja heraus. Warum wir dann durch den Scanner müssen wird mir immer ein Rätsel bleiben. Ist aber so. Natürlich nichts gefunden. Klar. Und dann waren noch so der eine oder andere Stempel abzuholen. Ich hatte alles soweit fertig und wollte nur noch beim letzten Grenzer den Fahrzeug- und Scannerzettel abgeben und schon fing das Theater an. Ich hätte doch ein Fahrzeug im Fahrzeug. Klar, hatte aber bislang keinen interessiert. Weder bei der Einreise, wo ich immer beide Fahrzeugscheine vorzeige, noch bei der Ausreise bislang. Leider waren die beiden Herrschaften damit nicht einverstanden und so ging es hin und her. Ich sagte mehr als einmal, dass es bei der Einreise auch keinen interessiert hätte. Egal, man suchte im Computer das Quad, natürlich vergeblich. Dann wieder zurück, einige Telefonate, wieder zum anderen Büro, und dann sollte der oberste Chef entscheiden. Der holte mich zurück zum Computer um nochmals zu checken, ob das Quad sich nicht doch irgendwo dort versteckt hat. Hat es natürlich nicht. Dann wieder zurück, diesmal mit Stempel unter Unterschrift, leider wollte man mir nicht sofort glauben schenken und rief nochmals irgendwo an. Am Schluss kam der Chef wieder und wies den „unteren“ Beamten an, mich fahren zu lassen. Man sagte mir ausdrücklich, beim nächsten Mal würde es nicht so ohne Weiteres funktionieren, ich müsste darauf achten, dass auch das Quad eingetragen wird. Klar, allerdings hoffe ich, einen anderen Weg nach Europa einschlagen zu können.
Dann kam noch die Grenze Mauretanien, hier dauerte alles etwas länger, klar, bei der Einreise ist das normal. Kontrolliert worden bin ich nicht, und auch bei den Anderen hat man mehr schlecht als recht kontrolliert. Unser Fixer hat gute Arbeit geleistet, trotzdem dauerte es einige Stunden, bis wir alles erledigt hatten. Viele sagten uns, dass es früher alles besser gewesen sei, und auch der Fixer beschwerte sich über diese unendlichen Wege. Er wäre früher in einer Stunde fertig gewesen mit seiner Arbeit für die Touristen, heute kann er nur zwei Fahrzeuge bedienen, was natürlich für ihn wesentlich weniger Einnahmen bedeutet. Und so wird auf Dauer sicherlich auch der Fixer mehr Geld haben wollen.
Nach ungefähr 7 Stunden war alles erledigt und wir konnten zu unserem vorher ausgesuchten Platz fahren.
Mauretanien, wir sind angekommen
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