Montag, 8. Juni 2026

Guinea-Bissau ab dem 30.4.2026

 15 km bis Ziguinchor, die Stadt, deren Namen ich immer vergesse. Einen Parkplatz fanden wir schnell für mein Auto, dann war Umsteigen zu Carlos angesagt und wir fuhren zum nächstgelegenen Lebensmittelladen. Schon lange habe ich nicht mehr so einen großen Laden gesehen, alles, was das Herz begehrt, natürlich außer Lakritze. Danach war Visum abholen beim Konsul von Guinea Bissau angesagt. 10 Minuten und 38,50 Euro leichter und das Visum war in den Pass geklebt. Jetzt noch ATM zum Geld holen, tanken und ab ging es zum nächsten Stellplatz, 13 km entfernt. Zum Mittagessen war alles erledigt. Morgen geht es in das nächste Land auf unserer Liste, Guinea-Bissau. Bin gespannt, ob es sich sehr vom Senegal unterscheidet.

 Zur Grenze 3 km, die schaffen wir schnell, haben wir gedacht. Leider war die Straße nicht so wie vorher. Ein Schlagloch reiht sich hier an das nächste und mir fällt der Spruch von früher ein, als es die DDR noch gab. 60, 40, 20 meint, auf 60 m 40 Schlaglöcher 20 tief. Hoffentlich geht es nicht die ganze Strecke so.

An der Grenze war alles easy, bis auf den Zöllner, der meinte, er müsse mal in den Truck schauen und kein Interesse zeigte, seine Stiefel auszuziehen. Es wäre sein Job alles zu kontrollieren, und da könne er seine Schuhe nicht ausziehen. Verstehe einer wer will, es war das erste Mal, dass mir das passierte. Er war sehr angespannt, auch noch, als er Carlos Truck kontrollierte. Gut, dass es auch andere Zöllner gibt. In Guinea wird dann alles per Hand in die Listen eingetragen. Ob die wohl jemals verglichen werden was die Ein- und Ausreise betrifft? Ich glaube nicht. Und auch das Carnet de Passage will hier keiner haben. Eine Stunde, und alles war erledigt.

Die nächste Stadt lag auf dem Weg, allerdings, weil der 1. Mai war, gab es keine SIM-Karten, der Shop hatte geschlossen. So sind wir ohne Internet, auch mal ganz nett. Der Stellplatz ca. 30 km von der Grenze entfernt lag mitten im Wald, ungestört können wir hier hoffentlich die Nacht verbringen.

 










Die Nacht war wie vermutet, und jetzt geht es weiter. Der nächste ausgesuchte Platz war nur 42 km entfernt, allerdings an der Straße gelegen, die gerade komplett erneuert wird. Folglich Straßenstaub ohne Ende, weil die Fahrzeuge natürlich über Pisten fahren. So entschieden wir uns weiterzufahren und landeten am Ende da, wo wir eigentlich erst morgen ankommen wollten, nämlich in Guinea Bissau.

 





 Da es bereits Mittag vorbei war suchten wir uns ein Restaurant, das nahe unseres Stellplatzes liegt. Am Spätnachmittag noch einen Spaziergang durch die Stadt und hoffentlich ist die Nacht nicht so laut. Wobei, wir stehen am Rande einer Nebenstraße, sollte eigentlich kein Problem sein. Und gesichert sind die Fahrzeuge auch, denn hier sind einige Gebäude offensichtlich 24 Stunden bewacht.

 































Die weiteren Erkundigungen erledigten wir mit dem Fahrrad. Ich habe mein Fahrrad lange nicht benutzt und es war staubig und ich musste die Reifen aufpumpen. Die Strecken sind nicht wirklich weit, zum Fischmarkt ca. 4 km zu fahren, allerdings nicht immer gerade und außerdem einige Sandpisten dabei. Der Fischmarkt sowie der Hafen wurden 2018 von den Chinesen erbaut. Schon erstaunlich, wo die sich so getummelt haben. Wahrscheinlich zahlt Bissau noch Jahrzehnte dafür ab. Jedenfalls ist es spannend hier und wir haben viel gesehen. Nur Fisch habe ich nicht gekauft, den wollte man nur kiloweise verkaufen, was soll ich alleine mit einem Kilogramm Fisch?

Am Spätnachmittag noch eine Runde gedreht und wir fanden ein schönes gemütliches Lokal wo es Bier von Zapfhahn gibt und einen schönen Platz zum Sitzen.

 






























Wir erkundigten uns nach den Fähren zu den Inseln. Am Ende war klar, dass Carlos und Magy nicht mitkommen wollen auf eine Insel und ich warte ab, was Christian und Nina, die morgen zu uns kommen wollen, dazu sagen. Wir werden sehen.

Der riesige Markt hier bietet alles was man sich wünscht, und so bummelten wir den ganzen Nachmittag um zu sehen, was wir nicht brauchen. Natürlich gab es abends wieder das Bier in der Bar, heute ohne Musik, macht die Gespräche eindeutig einfacher.

 Ein kurzer Besuch im Fort war geplant für den Vormittag. Wir wußten, dass Fort mehr als 300 Jahre alt ist und 2017 neu aufgebaut und seitdem für militärische Zwecke genutzt wird. Es ist die Hauptstelle der Armee in Guinea Bissau. Eine Besichtigung findet daher nur mit einem Soldaten statt, der alles erklärt was es zu sehen gibt. Zunächst einige Gräber von Generälen wenn ich das richtig verstanden habe, und dann eine große Ausstellung zum Unabhängigkeitskrieg, der hier 11 Jahre gedauert hat, von 1963 bis 1974. Damals hat der wenig Beachtung gefunden, weil der Vietnamkrieg vieles überschattet hatte. Ebenso in Deutschland natürlich das Aufkommen der RAF.

Gegen Mittag kamen Nina und Christian, die wir ja an der Grenze zu Guinea-Conakry verlassen haben, wieder zu uns und die Wiedersehensfreude war groß. Wir entschieden, nicht auf die Inseln zu fahren und werden morgen Bissau verlassen.

 

Zuerst war mal Shoppen bei Spar angesagt, ein Supermarkt in unserer Nähe. Leider waren viele Regale leer und die, die noch was zu bieten hatten, auf denen wurden die Waren so verteilt, dass man nicht den Eindruck hatte, sie seien leer. Aber das Angebot hätte auf der Hälfte der Regale Platz gehabt. Also, wieder heraus und woanders einkaufen. Wir gingen zusammen zum großen Markt, kauften dort unser Bier ein und einiges an Gemüse und fuhren dann zum Hotel, wo es Stellplätze für uns gibt und sogar einen Pool. Herrlich, einmal in einigermaßen sauberem Wasser schwimmen zu können. Und so haben wir heute Abend entschieden morgen noch zu bleiben.

 Noch einen Tag im Camp, um zu relaxen, dachte ich. Aber dann kam, einkaufen mit dem Quad auf dem großen Markt, Geld holen vom Automaten, Quad tanken, Wäsche waschen, Wasser auffüllen, nochmals in den Markt hier in der Nähe und Wein kaufen und schon war der Tag fast um. Ok, schwimmen, schlafen, Essen kochen und Joghurt machen gehörte auch noch dazu.

Morgen geht es weiter nach Cacheu, 90 km, zumeist Piste.

 Die Fahrt war nicht so schlimm wie vermutet, denn 70 km waren gut zu fahren, d.h., nur wenige Schlaglöcher und asphaltiert. So waren wir gegen Mittag am angegebenen Punkt. Eigentlich wollte ich einen anderen Punkt anfahren, war mal wieder ein Mißverständnis. So werde ich mal mit dem Quad hinfahren und sehen, ob es eine Möglichkeit gegeben hätte an dem anderen Punkt zu stehen. Jetzt ist erst einmal die Umgebung erkunden angesagt, und da gibt es reichlich Mango- und Cashewbäume. Beide sind derzeit reif und alles riecht nach Cashew. Magy hat einigen Jungen hier geholfen die Nuß von der Frucht zu trennen, dafür wollen sie uns am Sonntag zeigen, wie die Cashews gebrannt werden. Ich bin gespannt.


Auf geht es zum Fort und zum Museum. Cacheu war eine berühmte Stadt, von hier aus wurden seinerzeit 3,5 Mio Sklaven verschifft nach Amerika, wobei insgesamt 12,5 Mio aus Afrika den Weg nach Amerika antreten mussten. Auf mehr als 10 % der Schiffe gab es Meutereien, so stand es im Museum geschrieben. Eine große Anzahl Sklaven schafften den Weg nicht und kamen tot an. Ein Schiff auf dem eine Meuterei war, musste letztendlich umkehren und die Sklaven zurück nach Afrika bringen, denn sie hatten das Schiff übernommen. Ich war auf Kuba und hatte dort das Gegenstück mir angesehen, nämlich den Platz, an dem die Schiffe ankamen. So schließt sich der Kreis.

Gegen Mittag gingen wir in das einzige Restaurant am Ort um das Mittagessen einzunehmen, es gab auch keine Karte, sondern es wurde gegessen, was auf den Tisch kam. Fisch mit Reis, sehr lecker zubereitet und einen Teller voll für 1,40 Euro. Dafür kann ich mich nicht hinstellen und kochen.

 































Hausputz war angesagt, damit ich wieder durch meine Fenster schauen kann. Und dann noch Kuchen backen und Joghurt machen. Damit war der Vormittag bereits fast ausgefüllt. Am Nachmittag kamen die Einheimischen und zeigten uns, wie die Cashews gebrannt werden. Schon interessant, anschließend mussten wir die Nüsse von der verbrannten Schale befreien, eine langwierige Arbeit, die sich am Ende lohnt, denn die frisch gebrannten Cashews landeten in unserem Bauch, dafür bekamen alle Jugendlichen ein Stück Kuchen ab. Leider hatte ich nicht so viel, so viel das Stück entsprechend klein aus.

 

Abfahrt, wieder einmal, zu unserem Standort, an dem wir am ersten Tag in Guinea Bissau übernachtet hatten. Ein Stück weiter die Piste und es öffnet sich ein großer Platz unter Bäumen, der für uns drei reicht. Das hatten wir bereits ausgekundschaftet. Leider hörte sich meine Lichtmaschine nicht wirklich gesund an und unterwegs leuchtete noch die Lampe für die Lenkhydraulik auf. Letzteres war schnell erledigt, denn es fehlte, obwohl ich kontrolliert hatte, wohl ein halber Liter Öl. Gut, wenn man das auf Vorrat hat. Aber das Problem mit der Lichtmaschine scheint sich nicht so schnell lösen zu lassen. Es klingelt häufig als wenn jemand die Türschelle bedient. Wir kontrollierten es und hatten die Idee, dass das Schwungrad gegen die Schraube schlägt. Ich habe die Schraube etwas zurückgedreht, das Geräusch blieb. Also muss in der Lichtmaschine selbst der Fehler liegen. Ich habe noch eine Lichtmaschine als Ersatz, die wollen wir dann später einbauen. Heute ging es erst einmal zu den anvisierten Platz um dort zu übernachten. Alles weitere später.

 

Ich entschied mich, die Lichtmaschine heute nicht zu tauschen und damit bis zum Meer zu fahren. Nur 85 km und ein kurzer Stopp zum Einkaufen war eingeplant. Denn in Sao Domingo bekommt man so ziemlich alles was man für einige Tage Strand benötigt. Bis nach Sao Domingo ging es einigermaßen zu fahren, danach war es zumindest für Carlos die Hölle, für Christian und mich nicht wesentlich besser, wobei unsere Fahrzeuge bei Weitem nicht so schaukeln wie der MAN von Carlos. Und das 55 km. Carlos wollte zwischendurch umdrehen, wir haben ihn aber überreden können mit uns zu kommen. Wir benötigten für die gesamten 85 km immerhin incl. Einkaufen 6 Stunden. Ein schlechter Schnitt. Angekommen am Strand suchten wir uns einen Platz zwischen den Bäumen und hier werden wir ein paar Tage bleiben. Hier werde ich auch meine Rückenschmerzen auskurieren können, die ich seit heute Morgen habe. Carlos gab mir seinen Nierengurt der sicherlich auf der Fahrt half, nach dem Ablegen desselben merkte ich aber, wie sehr mir mein Rücken schmerzt. Magy verabreichte mir eine Massage und ich hoffe, morgen geht es besser.

 



















Es ging mir besser und wir verbrachten einen schönen Tag. Natürlich nochmals mit Massage, dann anstelle meines normalen Sportprogramms heute Yoga gegen Rückenschmerzen und am Nachmittag Massage und ein Reumapflaster. Soll wohl helfen. Ein kleiner Spaziergang am Strand tat mir meiner Meinung nach ebenfalls gut. So kann ich nur hoffen, dass ich in ein paar Tagen wieder fit bin.

 























Aus dem Bett gequält, kaum laufen können und ziemlich heftige Schmerzen. So fing der Morgen an und so hörte der Abend auf. Ich quälte mich fast den ganzen Tag im Bett herum, am Spätnachmittag versuchte ich, mich auf den Stuhl draußen zu setzen mit einigem Erfolg und so kann ich nur hoffen, dass es morgen statt noch schlimmer wenigstens ein bisschen besser wird. Denn, ich habe 55 km Schlaglochpiste vor mir und die Lichtmaschine muss getauscht werden. Gut, dass wir ein paar Tage hierbleiben und ausspannen können. Eigentlich wollte ich einige Reparaturen durchführen, das kann ich mir jetzt erst einmal sparen.

 Es wurde nicht besser, ich blieb hauptsächlich im Bett, weil die Schmerzen so am Besten zu ertragen sind. Geschlafen hatte ich mehr schlecht als recht und bin nicht schlüssig, was ich machen soll. Tabletten nehmen sicherlich, wobei ich eigentlich nicht so viel Chemie zu mir nehmen will. Massage war angesagt von Magy, ob die hilft werde ich dann später sehen. Ich kann jetzt nur noch abwarten und hoffen

 

Ein Arzt muss her, wenn es möglich ist, denn ich kann mich kaum noch bewegen, von laufen ganz zu schweigen. Zum Glück hatte ich das Quad schon herausgeholt und Nina und Magy wollen in den nächsten Ort fahren um nach einem Arzt zu fragen. Am Nachmittag kam der Arzt zu mir, er arbeitet im Krankenhaus, das ungefähr 6 km von hier entfernt ist. Man kann auch mal mehrfach Glück haben. Er gab mir eine Spritze und ich hoffe, dass es danach besser geht. Am Abend hatten wir ein gemeinsames Essen verabredet und so ging ich zumindest zum Abendessen heraus und aß, was die Anderen Leckeres im gußeisernen Topf auf dem Grill gekocht hatten.

 

Nur wenig Besserung, geschlafen mit Ibuprofen Tabletten, und das nur schlecht. Der Arzt sagte gestern, wenn es nicht besser ist, wolle er nochmals kommen. Nina fuhr zum Krankenhaus und fragte ihn, ob er am Nachmittag kommen könne. Nach seinem Dienst kam er und setzte mir die nächste Spritze. Magy hatte zwischendurch bei mir gespült, meine Wäsche aufgehängt und abgenommen und den Fußboden gefegt. Ich quälte mich weiter in meinem Bett herum und kam nur am Spätnachmittag zur gemütlichen Runde heraus.

 

Es geht langsam besser, aber den Arzt ließ ich noch einmal kommen um mir eine Spritze geben zu lassen. Er sagte, er könne die Ursache so nicht feststellen und hätte lediglich die Möglichkeit, mir schmerzstillende Spritzen zu geben damit ich besser zurechtkomme. Ich solle laufen und mein linkes Bein nach hinten bewegen. Die Schmerzen sind vom Rücken an abwärts bis zum Knie, und nur auf der linken Seite. Ich folgte seinen Anweisungen heute und muss diese Übungen täglich wiederholen. Jetzt kann ich nur hoffen, dass es langsam besser wird. Vor dem 25. Mai müssen wir hier nicht wieder weg und so bleiben mir noch ein paar Tage, um mich zu kurieren und die Lichtmaschine zu tauschen.

Die Fischer brachten uns Fisch für ungefähr 6 Euro, insgesamt 8 Fische, das Gewicht waren sicher mehr als 5 kg. Damit können wir heute Abend Fisch grillen und morgen einen Fischeintopf kochen für jeweils 5 Personen. Unglaublich, wie preiswert der Fisch hier ist, und er ist direkt vom Fang heute. So machten die Anderen ein Feuer im Sand und grillten den Fisch während ich mich weiterhin pflegte.


Keine Spritze mehr, so langsam geht es bergauf, auch wenn ich nur im Umkreis von ca. 200 m einen Spaziergang gewagt habe, danach reichte es mir. Und ein wenig das Bein nach hinten bewegt habe ich ja auch, auf Anweisung des Doc. Das ist nach wie vor mit reichlich Schmerzen verbunden.

Am Abend gab es Fischeintopf, Carlos kocht gerne und bereitete die Mahlzeit zu.

Auch die Fischer ließen sich wieder blicken und brachten Fisch, diesmal habe nur ich welchen gekauft, zwei Fische, mindestens 1 kg zusammen für 0,80 Euro. Die sind bereits in der Truhe für schlechte Fischzeiten.

 


Nach dem Aufstehen gleich mal Sport gemacht, von meinen Übungen, die ich normalerweise mache, konnte ich gut die Hälfte absolvieren, jedoch nicht in der üblichen Menge. Ich soll mich ja schonen und habe daher nur Übungen gemacht, die meinen Rücken schonen und mein linkes Bein nicht so stark belasten. Hat offensichtlich nicht geschadet, denn ich hatte nicht mehr Schmerzen als gestern, sondern weniger heute. Außerdem konnte ich das erste Mal heute Nacht wieder auf dem Bauch liegen. Ein großer Fortschritt, denn ich schlafe normalerweise auf dem Bausch.

Mein „Sessel“ für draußen musste mal gesäubert werden, dem bin ich reichlich mit Wasser und Bürste zuleibe gerückt. Jetzt sieht er wieder einigermaßen sauber aus und bleibt das hoffentlich auch eine Weile.

Am Nachmittag fuhr Nina mit dem Quad am Strand lang zu einer wunderschönen Stelle mit hunderten von Pelikanen. Wäre ich auch gerne hingefahren, hoffentlich klappt das noch solange wir hier sind.

 Den zweiten Tag wieder Sport gemacht, soweit es geht. Dann die nähere Umgebung erkundet, es gibt hier unglaublich viele verschiedene Bäume mit eßbaren und nicht eßbaren Früchten. Eigentlich müssten sich die Tiere hier wohl fühlen, aber wilde Tiere habe ich noch nicht hier gesehen. Wahrscheinlich sind die kleinen Dörfer zu nah und dort gibt es Schweine und Rinder, die die Früchte offensichtlich ebenfalls mögen.

 




























Keine Besonderheiten, denn es passiert hier eigentlich nichts.

 

Heute war die Reparatur der Lichtmaschine angesagt, so der Plan. Gelang uns leider nicht so, wie wir wollten. Denn die Schwungscheibe von der Lichtmaschine wurde offensichtlich zu nah an die Lichtmaschine selbst herangedrückt, warum auch immer, wahrscheinlich Verschleiß, und so macht es Geräusche beim Fahren. Das Kugellager scheint soweit in Ordnung, so dass ich mir keine Sorgen machen muss, nur eben die Geräusche höre, die wir allerdings etwas beheben konnten. In einer Werkstatt werde ich mal nachsehen lassen, ob man dort was machen kann, wie z. B. eine Unterlegscheibe dazwischen legen, um das Zusammenkommen zu vermeiden.

Am Spätnachmittag konnte ich mit Nina und Christian zu den Pelikanen fahren, die Beiden mit dem Fahrrad von Carlos und Magy, ich mit meinem Quad. Das Fahren war kein Problem, nur das Laufen hinterher. Aber egal, was tut man nicht alles für ein paar Fotos.

 

Um sieben Uhr hieß es losgehen zu den Fischern, denn wir wollten Fisch kaufen für den Abend. Gelang uns leider nicht, denn nach einer Stunde warten war das Fischerboot immer noch auf dem See.

Danach war Reinigen des Fahrerhauses angesagt, das Sonnensegel musste anders befestigt werden, denn die Fäden befanden sich an Christians und Ninas Truck, die uns heute verlassen haben, dann musste das Fenster noch abgedichtet werden, danach war dann Relaxen angesagt. War auch eigentlich genug. Carlos und Magy gingen zu den Fischern und kamen zurück um mir zu sagen, dass die Fischer eine riesige Wasserschildkröte mitgebracht hätten. Wir könnten hingehen zum Fotografieren. Klar, machen wir doch. Leider wieder ein Stück durch den Sand gehen. Die Schildkröte war sicher im Durchmesser 60 – 70 cm (Panzerdurchmesser) und reichlich Muscheln hatten sich auf dem Panzer angesiedelt. Nachdem wir die Fotos geschossen hatten säuberten die Fischer den Panzer und brachten die Schildkröte zurück ins Wasser und wir verließen die Fischer mit 2 kg Fisch für 3 Euro. Danke, das wurde ein Festessen heute Abend am Grill.

 Christian und Nina haben uns heute verlassen. Sie reisen ohne uns weiter. Wir bleiben noch und hatten auch noch einige Dinge hier zu erledigen. U.a. fuhren wir am Morgen nochmals zu dem Platz, von dem man aus die Pelikane beobachten konnte. Denn am Morgen haben wir die Sonne im Rücken und konnten demzufolge die schöneren Fotos schießen.

Am Nachmittag bekamen wir Besuch von einer Japanerin und einem Spanier, die als Paar hierhin gekommen sind um zusammen mit dem Präsidenten der Community eine Farm anzulegen und ein touristisches kleines Zentrum zu bauen. Sie luden uns auf die Farm ein und Magy und ich gingen auch gleich zur Besichtigung mit. Ein ziemlich großes Areal erwartete uns mit Papaya-, Bananen- und Maniokpflanzen sowie reichlich Salat. Noch gibt es keine Früchte, aber man versprach uns, dass es nicht mehr lange dauern wird.

Dann erzählte uns der Präsident, Buba heißt er, dass es nahe bei uns ein Wasserloch mit Krokodilen gibt. Da müssen wir natürlich auch noch hin und er will uns morgen begleiten.

 Am Morgen kam Buba und brachte uns zu der angesagten Stelle, leider konnten wir aufgrund der vielen Mangroven keine Krokodile entdecken, was wir aber fanden war ein Fischernetz und Stricke. Einige Anwohner hier versuchen die Krokodile zu fangen und zu essen. Unglaublich.

Dann wurden wir zum Mittagessen eingeladen, ein traditionelles Essen, zusammen mit der Familie. Wir erfuhren viel über die Lebensweisen hier und vor allen Dingen darüber, wie sich das Leben hier während der Regenzeit gestaltet. Es gibt einen kleinen Laden ca. 5 km von hier, aber da muss man erst einmal hinkommen. So wird z.B. in dieser Zeit hauptsächlich Fisch und Reis gegessen. Nicht gerade eine Gourmetküche.

Am Abend kamen sie wieder und wir hatten weitere Gelegenheit, unsere Fragen zu stellen. Ein absolut gelungener Tag.

 

























Bevor wir zu spät ausreichen lieben einen Tag eher, dachten wir uns, und so machten wir uns heute Morgen auf den Weg zurück in den Senegal. Die 50 km lange Piste war in 5 Stunden erledigt inkl. Fotostopps und Wasser tanken, wobei letzteres schon über eine Stunde dauerte. Dann gab es vor der Grenze die Mittagspause, die man sich eigentlich hätte schenken können, denn die Grenzformalitäten dauerten eine halbe Stunde, insgesamt, nicht pro Grenze. Das war der schnellste Grenzübertritt während meiner ganzen Reise bisher. So könnte es immer sein.

Letztendlich landeten wir schnell wieder an dem Platz, auf dem wir bereits vor dem Grenzübertritt nach Guinea Bissau standen. Hier gibt es riesige Mangos, und genau die pflückten wir uns um sie auf Vorrat zu legen. Denn selbst wenn sie noch grün sind und man sie mitnimmt, reif werden sie von alleine. Und die reifen gab es zum Abendessen. Lecker.













 





























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