Das Taxi kam pünktlich und brachte mich zur verabredeten Zeit zum Flughafen am 30.3.2026, ich verpasste also nicht meinen Flug nach Deutschland. Heute war mein Rückflug in den Senegal, der gestaltete sich etwas anders als der Hinflug, denn ich musste 5 Stunden in Lissabon am Flughafen warten auf den Anschlussflug und kam dann mitten in der Nacht an. Meinen Rucksack bekam ich relativ schnell und unbeschädigt, hoffentlich sind alle Sachen drinnen ebenfalls unbeschädigt. Das werde ich dann morgen sehen. Jetzt ist erst einmal Schlafen angesagt.
Wie üblich meldete sich meine innere Uhr relativ früh gegen 5.30 Uhr. Nach vier Stunden Schlaf war ich hellwach. Da mit Einschlafen nicht mehr zu rechnen war stand ich auf, trank meinen Kaffee, machte meinen Sport, nahm mein Frühstück zu mir und fuhr los. Nach der Mitteilung von Nina waren 280 km zu fahren, sollte eigentlich in einem Tag zu schaffen sein. Tanken war allerdings ebenfalls noch angesagt. Die Tankstelle war relativ nahe, eine Shell-Tankstelle, die allerdings keine Visa-Karte nahm. Also war mein Bargeld gefragt, das ich zum Glück schon vor dem Urlaub vom Automaten gezogen hatte. Dann ging es weiter, meistens im Schneckentempo, denn die LKW fahren hier üblicherweise zwischen 40 und 50 km/h und waren häufig schlecht zu überholen. Am Ende schaffte ich 250 km und hatte einen neuen Treffpunkt bekommen. Noch 100 km weiter schaffe ich heute nicht, denn ich bin müde, habe leichte Kopfschmerzen und muss mich ausruhen. Ich fand ein ruhiges Plätzchen abseits der Straße, allerdings nur wenige Meter von der Nebenstraße entfernt, auf der die Pferde- und Eselwagen ihren Weg fahren. Mal sehen, wie die Nacht wird. Warm wird es in jedem Fall.
Noch 100 km und ich erreichte nachdem ich die Einkäufe erledigt und Geld abgehoben hatte die anderen zwei LKW. Welch eine Freude. Und Mittagessen gab es für mich sowie einen Geburtstagskuchen. Wir freuten uns alle, einander wiederzuhaben und planten dann die nächsten Routen. Ich freue mich, in guter Gesellschaft weiterreisen zu können.
Ein Stück weiter war eine größere Stadt, in der man neben Lebensmitteln auch alk. Getränke kaufen konnte. Und so fanden einige Flaschen Bier den Weg in meinen Kühlschrank. Hier gibt es 700 ml Flaschen, die mit Pfand belegt sind – oh Wunder -. Ok, eine am Tag reicht dann für mich. Nahe der Stadt fanden wir einen Platz zum Übernachten, denn Carlos musste noch eine Reparatur in der Stadt durchführen lassen und kam erst am Spätnachmittag zu uns. Wir stehen hier gerade an einem Weg zu einem Dorf, der stark befahren ist von Motorrädern und Eselwagen. Alle sind freundlich und rufen uns zu und winken.
Die Temperaturen sind gerade um die 40 Grad und es wird Zeit, dass wir weiterkommen in den Nationalpark und in höhere Regionen.
Eine kurze Strecke und wir konnten Wasser tanken. Machte Sinn, denn hier verbraucht man gerade mehr als gewöhnlich bei den Temperaturen, außerdem hatte ich gestern gewaschen, meine eigene Wäsche und die von Nina und Christian, 5 Maschinen brauchen eben. Und weitere 25 km kam der Nationalpark, in den wir versuchen wollten hineinzufahren. Es gibt am Ende der Straße, am Fuße des Gambia-Flusses, einen Ioverlander-Punkt, allerdings mit der Aussage, dass große LKW diesen Punkt nicht erreichen können. Wir versuchen es trotzdem und bleiben ca. 1,5 km vorher stehen, denn danach geht nichts mehr. Aber wir haben einen schönen Platz gefunden, ruhig, mit einer Herde Affen und vielen Vögeln und können von hier aus zum Fluss laufen, was wir auch am Spätnachmittag taten. Die Affen haben wir schon gesehen, jetzt gilt es, die restlichen Tiere zu finden. Magy und ich werden morgen mit dem Sonnenaufgang zum Ufer laufen in der Hoffnung, dort Tiere zu sehen.
Ich kann nicht behaupten, dass es mir gut ging heute, trotzdem gingen Magy und ich um 6.15 Uhr los in der Hoffnung, Tiere am Fluss zu sehen. Die einzigen Tiere die wir gesehen haben waren Vögel. Immerhin, besser als nichts. Nach dem Frühstück gingen wir dann gemeinsam zum Fluss um eine Abkühlung zu suchen und zu relaxen. Wir hielten es allerdings nicht lange aus, und waren nach zwei Stunden schon auf dem Weg zurück. Ich merkte, dass sich Fieber breit machte in meinem Körper und legte mich vorsichtshalber mal etwas hin. Schnupfen hate ich ja gestern schon, hoffentlich kommt nicht noch der Husten dazu wie eigentlich jedesmal. Am Abend noch eine kurze Wanderung zum Fluss und anschließend die Einigung, dass wir noch eine Nacht zusätzlich bleiben. Carlos hatte heute Probleme mit dem Kühlschrank und keine Lust, morgen weiterzufahren. Macht nichts, ich habe sowieso noch kein Visum für Guinea.
Außer einem kleinen Spaziergang zu einer kleinen Ansiedlung hier im Nationalpark ist nicht wirklich was passiert heute. Muss auch nicht, so kann ich mich auskurieren.
Ein Stück weiter, am Ende des Nationalparks gibt es drei Stellen, an denen es möglich ist, mit unseren LKW zu stehen. Zwei davon sind Camps, die bezahlt werden müssen, wir entscheiden uns für den freien Platz, der dann nicht so schön ist. Und Tiere sehen wir auch nicht. Wird wohl zu trocken sein. Aber im Fluss baden, das geht und das tun wir ausgiebig. Auch wenn das Wasser nicht gerade sauber ist, erfrischend ist es in jedem Fall. Danach ist Duschen angesagt, man will ja nicht schmutzig ins Bett gehen. Wobei, das kann man hier sowieso nicht vermeiden, es sei denn, man geht direkt vor dem Schlafengehen nochmals duschen.
Weiter geht es nach Kedougu, dort ist Einiges zu erledigen, unter anderem müssen meine Stoßdämpfer endlich gewechselt werden. Denn nach einigem Überlegen bin ich zu dem Ergebnis gekommen, dass der Bruch der Schrauben mit dem defekten Stoßdämpfer in Verbindung stehen muss. Denn es war der Stoßdämpfer an der zweiten Achse, da, wo auch die Schrauben gebrochen sind. Jedenfalls habe ich in der Stadtmitte, da, wo einige LKW auf einem großen Platz standen, Mechaniker gefunden die die Arbeit schnell erledigt hatten während ich einkaufte. Und gezahlt habe ich am Ende 45 Euro incl. Entsorgung der alten Stoßdämpfer. Sie waren glücklich, diese mitnehmen zu dürfen und ich hatte einen Stress weniger. Dann ging es weiter, tanken war noch angesagt. Leider für mich heute nicht, ich wollte vom Parkplatz nicht nochmals wenden und zur Shell-Tankstelle fahren so fuhr ich in die Richtung, wo wir unsere Nacht verbringen wollten. Natürlich hatte ich mal wieder Pech, denn beide Tankstellen auf dem Weg hatten keinen Diesel mehr für mich. Morgen wieder, war die Antwort. Nun, wir werden sehen was morgen passiert.
Angekommen im Dorf fand ich schnell Harbibou, der Mann, der seine Weideflächen zur Verfügung stellt für Overlander. So fand ich einen Platz für uns und wartete auf die anderen beiden LKW. Inzwischen bekam ich Mango geliefert, denn ich stehe ungefähr 15 m entfernt von einem riesigen Mangobaum, der Harbibou gehört. Wie praktisch. Und als alle versammelt waren buchten wir bei Harbibou eine Tour in die Berge, nicht lange, aber zu einem Dorf, zu dem man alleine nicht gehen sollte. Ich bin gespannt. Und dann zeigte er uns noch sein Haus, seine Frau und seine Kinder. Leben auf dem Dorf wie wir es schon lange nicht mehr kennen und wie wir es wohl auch nicht wollen. Aber die Menschen hier scheinen glücklich zu sein, auch wenn es manchmal schwer ist, die notwendigen Lebensmittel auf den Tisch zu bekommen. Zur Regenzeit ist hier alles überschwemmt und daher haben die Dorfbewohner nicht länger versucht, Früchte und Gemüse anzubauen. Hauptnahrungsmittel dürfte auch hier Hirse sein. Wir bekamen noch die Frucht vom Baobab zum Probieren, ein sehr eigentümlicher Geschmack, aber durchaus lecker.
Morgens ging es hoch in die Berge, ein anstrengender Anstieg, den die Einwohner des Dorfes auf dem Berg ebenfalls machen müssen wenn sie herunter wollen auf die Hauptstraße. Aber es hat sich gelohnt. Sehr interessant, es sind Einwohner, die hier eingewandert sind von Guinea und seit 700 Jahren hier leben. Der größte Baobab, oder Affenbrotbaum wie wir sagen, steht hier mit einem Umfang von 23 m. Es wohnen hier ca 600 Menschen in ihren kleinen Rundhäusern. Ebenso gibt es eine Schule und eine kleine Krankenstation. Ob der Arzt hier auch wohnt ist mir nicht bekannt.
Am Nachmittag wollte ich in meine Garage, um dort den Luftfilter für Christian herauszuholen. Ist mir auch gelungen, was mir nicht mehr gelungen ist, war die Tür wieder zu schließen. Das komplette Schloss bewegte sich nicht mehr, also, die Türklinke genau genommen. Ein großes Desaster, denn so ist an Weiterfahren nicht zu denken. Gut, dass ich noch ein komplettes Schloss als Ersatz dabei habe. Allerdings brauchte es dann 4 Stunden, um das alte Schloss incl. Mechanik gegen ein neues auszutauschen. Carlos, unser Techniker, baute das Schloss mit samt den Verriegelungen aus und baute das neue dran. Es funktionierte, solange es nicht in die Tür eingebaut war. Der erste Versuch mißlang, es war nach dem Einbau nicht mehr zu bewegen. Also alles nochmal heraus, nochmal alles zusammenbauen und wieder einbauen. Und wieder funktionierte es nicht. Ich sagte Carlos dann, er solle bitte die beiden Schrauben, die die Verblendung halten am Schloss, etwas lösen, denn diese blockierten beim ersten man das Schloss so dass es schwierig war, es wieder aus der Tür herauszunehmen. Carlos schraubte sie zwei Umdrehungen zurück und versuchte sein Glück mit dem Schloss nochmal. Und siehe da, die Schrauben hatten den kompletten Mechanismus blockiert, denn ohne die Schrauben funktioniert das Schloss Unglaublich aber wahr. Danach war ein Bier fällig, für Carlos und für mich.
Weiter ging es nach Dindofelo, ein kleiner Ort nahe der Grenze zu Guinea, von dem aus man zu Wasserfällen laufen kann. Angekommen am Visitorcenter muss man ein Ticket kaufen, denn man ist ja schon mal im Nationalpark. Und dann ging es heute zum Wasserfall mit Bademöglichkeit. Ca. 3 Stunden dauerte das Ganze und wir entschieden uns, morgen auf das Plateau hoch zu gehen, ein Höhenunterschied von ca. 400 m, aber wir sind zuversichtlich, dass wir das schaffen. Vier Stunden soll der Treck dauern.
Nina und Christian haben entschieden, uns zu verlassen und eine Zeitlang alleine zu reisen. Kann ich verstehen, ist manchmal so, dass man mal eine Auszeit braucht. Nachdem wir uns unter Tränen verabschiedet hatten ging es für uns morgens um sieben Uhr los hoch auf das Plateau. Nach einer Stunde war das geschafft und ab dann ging es fast nur noch geradeaus und kaum noch Steigungen, außer an den Wasserfällen. Von denen sahen wir drei, und dann war noch eine herrliche Aussicht auf Felsformationen, die mich an Meteora in Griechenland erinnerten. Kleiner, aber ebenso geformt. Wunderschön. Insgesamt dauerte die Tour dann nicht vier sondern fast acht Stunden, und wir kamen ziemlich erschöpft am Fahrzeug wieder an. Weil heute Markt ist gingen Magy und ich noch zum Markt und kauften einige Kleinigkeiten. Für heute reicht es dann auch.
Und manchmal kommt es anders als man denkt, so jedenfalls heute. Wir fuhren hoch zur Grenze von Guinea Conakry, ca. 300 m Höhenunterschied, zu fahren auf einem Weg, der ungefähr so breit ist wie der LKW. Und auch wenn sich zwei Autos begegnen, keine Chance. Einer muss zurück. Wir hatten Glück, mit Ausnahme der Motorräder kam uns nur ein Landy entgegen mit einem deutschen Touristen, der zufällig direkt an einer breiteren Stelle anhalten konnte. Wir hielten natürlich auch an und fragten nach dem Weg und den Grenzern. Alles easy sagte er uns, nur der Weg ist eben nicht so einfach, uns es soll hoch nach Mali auch noch einige enge Kurven geben. Die hatte ich mir vorher schon angesehen und für machbar befunden. Und ich weiß auch, dass es bis zu 20 % Steigung dort gibt, allerdings nur ein paar hundert Meter.
Auf dem Plateau angekommen kam uns dann noch ein Bus entgegen und wir waren froh, dass er erst auf dem Plateau war und nicht schon weiter.
Angekommen an der Grenze sagte man uns, ohne Visum kein Eintritt. Ich habe eins, aber Magy und Carlos eben nicht. Und keine Antwort vom Ministerium, das die Visa ausstellt. Wir diskutierten lange, es wurde eine Mail und dann noch eine geschrieben in der Hoffnung, Antwort zu bekommen. Nichts zu machen. Der freundliche Polizist an der Grenze bemühte sich redlich und telefonierte mit seinem Freund, der dort arbeitet, wo die Visa ausgestellt werden. Aber auch er konnte nichts machen. Warum auch immer, es funktionierte nichts. Und wir entschieden, erst einmal bis morgen zu warten und zu überlegen, was wir noch machen können.
Eine Mail zu einer Travel-Agentur brachte die Erkenntnis, dass ein neues Visum beantragt werden muss. Nach langen Überlegungen kamen wir gemeinsam zu dem Entschluss, zurück zu fahren und einen anderen Plan zu machen. Denn Guinea-Conakry werden wir in jedem Fall nochmal durchqueren müssen wenn wir die Westküsten langfahren wollen. Mali und Burkina Faso sind derzeit keine Alternativen. Aber die Agentur wir dann die Visa beantragen, natürlich gegen Gebühr aber mit einer weitaus höheren Wahrscheinlichkeit es auch zu bekommen. Morgen werden wir erst einmal diese furchtbare Straße zurückfahren müssen und dann machen wir uns auf nach Guinea-Bissau zu fahren. So der Anfang des neuen Plans.
Der Polizist hatte uns eingeladen, das Dorf hinter der Grenze zu besichtigen was wir auch am Spätnachmittag machten. Und einkaufen konnten wir auch, Milch gab es hier, oh Wunder. Der Liter für 3 Euro. Da soll sich noch mal einer über die Milchpreise in Deutschland beschweren.
Zurück ging es ziemlich früh, denn wir hatten uns einiges vorgenommen wie z.B. Großeinkaufen, Tanken, Bier kaufen im Bottle-Shop und noch ein gutes Stück fahren. Zunächst aber war die Abfahrt auf der Buckelpiste angesagt. Im ersten Gang schob ich den KAT herunter und wieder hatten wir Glück, es kamen uns nur ein paar Motorräder entgegen, die an passenden Stellen anhalten konnten. Nach einigem Schwitzen erreichten sie Sedou und holten wir uns den Stempel in den Reisepass. Jetzt noch nach Kedougou das Carnet de Passage abstempeln lassen und die Einreise ist erfolgt. Keine 10 min. an jeder Stelle und alles ist erledigt. So schnell kann es gehen. Was sich als schwierig herausstellte war ein Restaurant zu finden das mittags geöffnet hat. Am Ende landeten wir in einem Fast Food Lokal, wo es Reis mit Hühnchen oder Rindfleisch gab. Mehr Auswahl gab es nicht, dafür dann aber zu einem Preis von 2.20 Euro. Annehmbar wenn man bedenkt, dass jeweils noch zwei kleine Wasserflaschen dabei waren.
Noch schwieriger war es, den KAT zu tanken. Hatte ich ja auf dem Hinweg zur Grenze schon zwei Tankstellen erreicht die keinen Diesel mehr hatten war an der Ausfallstraße an vier Tankstellen ebenfalls nichts zu bekommen. Die fünfte sagte, sie hätte, müsste aber auf den Mechaniker warten damit der die Zapfanlage repariert. Na toll. Carlos und Magy hatten ebenfalls alle Einkäufe erledigt und fuhren zu einer Tankstelle mitten in der Stadt und fragten dort. Zu meinem Glück hatten die dort Diesel, aber offensichtlich kein Benzin. Denn sämtliche Motorroller standen hier und warteten, zum großen Teil bewaffnet mit großen Kanistern. Ich bekam meine Tanks gefüllt und los ging es zu einem Übernachtungsplatz. Direkt am Gambia River konnten wir parken und ließen uns schnellstmöglich ins Wasser fallen, denn wir waren von der Hitze fertig und konnten die Abkühlung gebrauche, auch wenn das Wasser mindestens 25 Grad hatte.
Weiter ging es ca. 222 km zu unserem nächsten Halt. Zwischendurch wird noch das Wasser gerne nachgetankt an der Stelle, wo wir auf dem Hinweg schon unsere Tanks gefüllt hatten. Nach gefühlten 4,5 Stunden kamen wir an dem ausgesuchten Platz an, einem großen Parkplatz vor einer Kirche. Hier werden wir zwei Tage stehenbleiben, denn morgen ist einiges am Fahrzeug zu machen.
Ich hatte mir vorgenommen, die Öle zu kontrollieren. Sollte man ja gelegentlich machen. Dabei fand ich dann im Motorraum ein Stück Blech, das eigentlich unter die Dieselfilter gehört und jetzt versteckt vor dem Ölkühler hing. Das musste dann mal dahingebracht werden wo es gebraucht wird. Wie immer macht man die Reparatur von der Reparatur. Das bedeutete in diesem Fall, die beiden Dieselfilter herausschrauben, das Blech befestigen und bei der Gelegenheit gleich mal neue Dieselfilter reinschrauben. Ich denke nicht, dass es Zeit wurde, aber jetzt sind sie drin und alles sollte wieder sauber laufen. Eine Dieselleitung musste ebenfalls getauscht werden, gut, dass ich noch Ersatz dabeihabe. Eine kurze Leitung, die damals in der zwar getauscht, aber nicht umwickelt wurde. Warum auch immer. Sie hatte reichlich Risse, war allerdings noch nicht so gebrochen, dass Diesel herausfloß.
Nach dem Mittagessen geht hier bei den Temperaturen gar nichts mehr und so schwitzt man dann vor sich hin bis zum Abend das kühle Bier ruft und die Temperaturen sich langsam der dreißig Grad Marke nähern. Kühlste Temperatur derzeit nachts 27 Grad, tagsüber Höchsttemperatur 42 Grad. Wird Zeit, dass wir an die Küste kommen.
Eigentlich wollten wir schnell weiter, aber wir waren müde von dem Fahren, den Reparaturen und von der Hitze. Also blieben wir noch, holten Fahrräder und Quad hervor und fuhren relativ früh zum Fluss, ungefähr 13 km entfernt an einen Ort, der bereits in der IOverlander-App als sehenswert bezeichnet wurde, wobei da allerdings geschrieben stand, dass man diesen Ort nicht mit dem LKW erreichen kann. Ich weiß ja nicht, welches Auto dieser Typ der das geschrieben hat fährt, mit dem KAT hätte ich jedenfalls dahin kommen können. Egal, wir verbrachten einen schönen Vormittag meistens im Wasser, wobei auch der Weg dorthin nicht zu verachten war. Drei Dörfer mussten wir durchfahren, und alle Menschen die uns hörten und sahen winkten uns freudestrahlend zu. Ich habe vor der Reise von einigen Menschen gehört, dass man mit so einem Fahrzeug nicht nach Afrika fahren sollte. Und gerade heute Abend habe ich wieder genau das Gegenteil erfahren. Kamen doch drei Jungens zu uns und brachten uns Mangos. Ok, die gibt es hier häufig und scheinbar für alle, trotzdem, eine nette Geste. Und das begegnet uns häufig. Ich bin froh, dass ich mir meine eigene Meinung über Reisen durch Afrika bilden kann.
Wir fuhren ein Stück weiter zu einem Stellplatz nahe des Casamance River, dieser Fluss wird uns noch die nächsten Tage begleiten. Hier gibt es neben dem Fluss einen Tümpel, in dem sich die Vögel offensichtlich wohl fühlen. Einigen Fischern konnten wir zusehen und verbrachten einen schönen Nachmittag und Abend, trotz der Mückenplage, die hier offensichtlich wegen des Tümpels sich tummelt. Ich wäre gerne noch geblieben, aber Carlos wird zerstochen und hatte schon Malaria und daher werden wir morgen weiterfahren.
Nur 70 km weiter war der nächste Platz, ca. 2,7 km von der Straße entfernt, zunächst durch ein langgezogenes Dorf hin zum Platz nahe des Flusses. Unter Palmen läßt es sich gut stehen, leider steht die Sonne mittlerweise fast senkrecht am Himmel, so dass die Schattenplätze über Mittag rar werden.
Am Nachmittag bekamen wir Besuch von zwei Einheimischen, einer davon, er sprach nur französisch und konnte daher das Gespräch nur mit Carlos führen, fragte uns, warum wir im Senegal sind, was unsere Mission sei und wir seien illegal hier. Sie dürften nicht nach Europa und daher sollten wir bitte auch nicht nach Afrika kommen. Sie gingen schließlich und wir hatten unsere Ruhe, zumindest für ca 1,5 Stunden. Dann kam der nächste Besuch. Ok, wir hatten ja damit gerechnet, stand doch in Ioverlander, dass man sich vor dem Hinstellen beim Dorfältesten melden und um Erlaubnis bitten sollte. Hatten wir nicht getan. Nach einiger Diskussion bat man uns mit ins Dorf zu kommen um dem Chef dort guten Tag zu sagen und ihn zu fragen, ob wir stehenbleiben dürften. Schlussendlich durften wir, aber es bedurfte einiger Erläuterung und vieler Dankeschön.
Ein Platz bei den Fischern an dem es nicht nach Fisch riecht. Kein Problem. Nur 15 km vor Ziguinchor im Senegal liegt er. Sehr idylisch, kein Fischgeruch und trotzdem viele Boote und noch mehr Vögel, die sich hier tummeln incl. Geier. Nur das Wasser ist nicht unbedingt so, dass es zum Baden einlädt. Warm, nicht unbedingt sauber und unter dem Sand verbirgt sich Matsch. So kann man nur am Rand im Wasser liegen und sich erfrischen. Naja, immerhin etwas. Die Tümpel, die hier angelegt wurden um Salz zu gewinnen riechen nicht gerade angenehm. Erst wunderten wir uns, dann aber war klar, dass das Wasser hier salzig ist, denn es sind nur 40 km bis zum Ozean und man merkt hier die Gezeiten.
Wir bleiben heute noch hier, denn es ist sehr angenehm. Die Temperaturen steigen nicht so hoch an und nachts ist es angenehm kühl, so dass man den Ventilator nicht benötigt und die Fenster wieder so schließen kann, dass sie von außen nicht geöffnet werden können. So fühle ich mich sicherer, auch wenn es den Anschein hat, dass niemand uns was Böses will. Wir schauen den Vögeln am Morgen zu, relaxen am Mittag und Sitzen draußen bis die Mücken uns in die Fahrzeuge scheuchen.
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen